Freitag, 12. November 2021

Rezension - Stella und der Mondscheinvogel von Catherine Fisher

https://www.fischerverlage.de/buch/catherine-fisher-stella-und-der-mondscheinvogel-9783737342506


Übersetzerin: Ulrike Köbele
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 208
ISBN: 978-3-
7373-4250-6
Preis: 12,00 €

Quelle des Covers: Fischer Verlag/KJB


Das Waisenmädchen Stella bricht in ein neues Leben auf, denn sie muss zu entfernten Verwandten reisen. Während sie auf den Zug wartet, bekommt Stella ein mysteriöses Paket mit einem alten Spielzeugvogel als Inhalt, in die Hand gedrückt, ohne zu ahnen, welch großes Abenteuer auf sie wartet. Stella hofft, dass es ihr in der neuen Familie besser geht, doch die Realität sieht leider anders aus. 
 
Dort herrschen Kälte und Trauer vor, seit der Sohn Tomos auf geheimnisvolle Weise verschwunden ist. Gemeinsam mit ihrem Vogel, der plötzlich zum Leben erwacht und bewaffnet mit einer mächtigen Schneekugel, begibt sich Stella auf die Suche nach Tomos und trifft dabei auf eine fantastische Welt aus Eis und Schnee.


Alleine schon wegen dieses bezaubernden Covers, aber natürlich auch wegen der magisch und mystisch angehauchten Geschichte selbst, musste ich Stella und der Mondscheinvogel (Fischer Verlag) von Catherine Fisher unbedingt lesen. Deshalb konnte ich auch nicht lange warten und habe zum Buch gegriffen.
 
Stella lebt in einem Waisenhaus, weshalb ihre Kindheit von Armut und Traurigkeit geprägt ist. Obwohl ihr keine Liebe entgegen gebracht wird, ist sie lebenslustig und mutig. Als die wohlhabende Familie Jones sie aufnimmt, freut sie sich auf eine hoffentlich rosige Zukunft und malt sich diese in den schönsten Farben aus. Doch bereits während sie auf dem eisigen Bahnhof auf den Zug wartet, geschieht etwas Seltsames. Denn ein junger Mann drückt ihr ein Paket in die Hand und ringt ihr das Versprechen ab, solange darauf aufzupassen, bis dieser wieder zurück ist. Als jedoch der Zug am Bahnhof einfährt, ist von dem Mann weit und breit nichts zu sehen. Stella hat ein ungutes Gefühl, nimmt aber das Paket trotzdem mit, in der Hoffnung dieses an ihrem Zielort dem Bahnhofsvorsteher zur Verwahrung geben zu können. Leider geht dieser Plan nicht auf und so nimmt Stella es mit in ihr neues Zuhause.

Aber auch dort wartet die nächste Überraschung auf sie, denn nicht die Familie nimmt sie in Empfang, sondern die schroffe und griesgrämige Haushälterin Mrs. Villiers. Stella vermutet, dass sie ihre neue Pflegefamilie am nächsten Tag kennenlernt, doch weit gefehlt. So verbringt Stella die nächsten Tage mehr oder weniger auf ihrem Zimmer. Gelangtweilt schweift ihr Blick immer wieder zu dem Karton. Letztlich siegt ihre Neugierde und sie riskiert einen Blick hinein. Zum Vorschein kommt leider nur ein zerlegter Spielzeugvogel, was sie enttäuscht. Trotzdem kann Stella nicht anders und versucht das Spielzeug zusammenzubauen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelingt es ihr schließlich und als sie ihn aufzieht, geschieht etwas wundersames. Völlig perplex und zugleich fasziniert blickt das kleine Mädchen das Spielzeug an und als das Tier zu sprechen beginnt, kann sie dies zunächst nicht wirklich glauben.

Nach und nach erfährt Stella, dass Captain Arthur Jones und Lady Mair eine Tragödie widerfahren ist, worüber niemand so wirklich sprechen möchte. Dies weckt allerdings Stellas Neugierde und so beginnt sie zu recherchieren. Nur langsam kommt sie dem Geheimnis, dem Verschwinden des einzigen Sohnes, Tomor, auf die Spur.

Gerade das Zusammenspiel zwischen Stella und dem Mondscheinvogel
der bei mir mit seiner schroffen und zugleich liebevollen Art punkten konnte sowie die Dialoge zwischen ihnen, gefielen mir sofort. Stella ist ein aufgewecktes, vorlautes, mutiges und kluges Mädchen. So scheut sie sich auch nicht davor, den Erwachsenen, gerade Mrs. Villiers gegenüber, Widerworte zu geben, was sie des Öfteren in Schwierigkeiten bringt.
 
Das winterliche Setting, der allgegenwärtig spürbaren Magie und dem sehr einfühlsamen Schreibstil der Autorin machen dieses Buch zu etwas ganz besonderem. Ich war sehr gespannt, was es mit Tomor und seinem Verschwinden auf sich hat, aber auch welch Geheimnis hinter dem Mondscheinvogel und der Schneekugel, die Stella bei ihrer Suche nach dem Jungen findet, stecken mochte. Zwar hatte ich, was meine Vermutung im Hinblick auf die Schneekugel angeht, recht, dies tat meinem Lesevergnügen aber keinen Abbruch.


Stella und der Mondscheinvogel (Fischer/FJB) von Catherine Fisher ist eine herzerwärmende und magische Geschichte, die mich wunderbar unterhalten konnte. Dank dem tollen Schreibstil der Autorin konnte ich mir das Setting, die Charaktere und die winterliche Atmosphäre sehr gut vorstellen und es hat mir sehr viel Spaß bereitet, Stellas Abenteuer zu lesen. Wer auf magische und fantastische Kindergeschichten steht, dem kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen - 5 von 5 Nosinggläser.
 
 


 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

2 Kommentare:

  1. Hallo lieber Uwe,
    ich hatte so gehofft, dass dir Stella und der Mondscheinvogel auch so gut gefallen würde, wie mir. Mir hat der düstere und magische Flair, der einfach perfekt in die herbstliche/winterliche Lesezeit passt, hier auch sehr gefallen.

    Mir erging es wie dir: Ich war sehr neugierig, welche Geheimnisse die Protagonistin im Laufe der Geschichte aufdecken würde.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    AntwortenLöschen
  2. Hi Uwe!

    Ich hatte das Buch schon bei Tanja entdeckt und das Cover alleine zieht mich schon magisch an! Dass ihr beide so begeistert seid freut mich sehr. Ich hab das Buch auf jeden Fall auf meine Wunschliste gepackt und hoffe, dass auch die Fortsetzungen bald kommen :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

    AntwortenLöschen

Ich danke dir für deinen Besuch und würde mich über einen Kommentar freuen.


Mit dem hinterlassen eines Kommentars, erkennst du die Speicherung deiner personenbezogenen Daten (z. B. IP-Adresse, Standort des Logins etc.) sowie eine eventuelle Nutzung und Weiterverarbeitung z. B. für Statistiken durch Google oder andere Firmen an. Nähere Informationen dazu erhältst du in der DATENSCHUTZERKLÄRUNG (verlinkt).