Mittwoch, 2. Januar 2019

Rezension - All of this is true. Ruhm kann tödlich sein von Lygia Day Penaflor

Titel: All of this is true. Ruhm kann tödlich sein
Übersetzer: Anne Markus
Verlag: Arena
Ausgabe: Klappbroschur
Seiten: 400
ISBN: 978-3-401-60451-0
Preis: 16,00 €

Quelle des Covers: Arena Verlag
 


Bei einer Signierstunde erhoffen sich die Freunde Miri, Soleil, Penny und Jonah ein paar Minuten mit der jungen Autorin Fatima Ro um über ihren Debütroman "Undertow" sprechen zu können. Ihr Vorhaben klappt und als die Veranstaltung beendet ist, fragt Fatima die vier Jugendlichen, ob sie noch Lust hätten, mit ihr in ein Café zu gehen und weiter über das Buch und ihre Arbeit als Autorin zu sprechen. Für die Clique geht ein Traum in Verfüllung.

Und es scheint so, als wären Fatima, Miri, Soleil, Penny und Jonah auf einer Wellenlänge. Die Beziehung zwischen ihnen wird immer intensiver und so teilen die vier schon bald ihre tiefsten Geheimnisse mit Fatima.

Als die Deadline für das zweite Buch immer näher rückt und ein Geheimnis ans Licht kommt, löst dies eine Tragödie aus, die fast nicht mehr aufzuhalten ist. Und so müssen sich Miri, Soleil, Penny und Jonah die Frage stellen, wer von ihnen, es innerhalb ihrer Freundschaft, jemals ehrlich gemeint hat.


Ich fand die Idee von All of this is true. Ruhm kann tödlich sein recht faszinierend, auch weil der Untertitel eine gewisse Tragik und Spannung vermuten ließ.

Der Einstieg gestaltete sich für mich jedoch etwas schwierig, da die Story anhand von Interviewprotokollen, Ausschnitten von Zeitungsartikeln sowie von Romanauszügen des neuen Buches von Fatima Ro, Die Lossprechung des Brady Stevenson, erzählt wird. Durch den gewählten Aufbau konnte ich die einzelnen Personen zunächst nicht ganz zuordnen. Hier hätte ich mir eine Art Einleitung gewünscht. Mit weiterem Fortschreiten der Handlung konnte ich mich jedoch mit dem Erzählstil arrangieren und mir so die einzelnen Charaktere auch etwas besser vorstellen.

Miri ist eine glühende Verehrerin von Fatima und hält sie für eine Art Inspirationsquelle. Auch Soleil, Penny und Jonah sind von der Autorin sehr angetan. Als Soleil die Idee hat, zu einer Signierstunde von Fatima Ro zu gehen, um sie so kennenlernen zu können, ahnen die vier Jugendlichen nicht, wohin dieses führen wird.

Nach dem Ende der Veranstaltung lädt Fatima die Clique zu einer Tasse Tee in ein nahegelegenes Café ein, um dort noch mehr über ihren Debütroman Undertow sowie ihre Gefühle und Gedanken während des Schreibens, zu sprechen. Daraus entwickelt sich doch recht schnell eine Art Freundschaft zu Fatima. Natürlich ist es cool, in der Schule damit angeben zu können, mit einer erfolgreichen Autorin befreundet zu sein. Und so kommt es, dass die Gruppe immer mehr Zeit miteinander verbringt und die Jugendlichen Fatima, fast beiläufig, ihre intimsten Geheimnisse erzählen. Als Miri einen Undertow-Fanclub gründet, um die Weisheiten von Fatima zu verbreiten, nimmt das Ganze immer größere Ausmaße an. 

Während Fatima versucht an ihrem zweiten Roman zu schreiben und der Abgabetermin immer näher rückt, kommt ein Geheimnis ans Tageslicht, was die Situation plötzlich für alle Personen verändert. Miri ist ein glühender Verehrer von Fatima, daher kann sie sich nicht vorstellen, dass Fatima das, was ihr unterstellt wird, getan haben soll.

Miri kam mir etwas blauäugig und zugleich einfältig vor, denn alles was Fatima sagt, ist für sie Gesetz. Sie fühlt eine tiefe Zuneigung zu Fatima und würde daher alles für sie tun. Für mich glich dieses Verhalten schon fast an Fanatismus und Hörigkeit.

Als sich Soleil und Jonah näher kommen, werden sie dabei von Fatima unterstützt. Soleil tat mir leid, da sie hintergangen wird und ihr übel mitgespielt wurde. Ich mochte sie und fühlte mit ihr, ob dem was ihr angetan wurde. 

Jonah war für mich geheimnisvoll, da ich lange Zeit nicht wusste, was mit ihm geschehen war. Ich konnte ihn zu keinem Zeitpunkt wirklich einschätzen.

Penny fühlt sich in der Gruppe unwohl. Sie sehnt sich nach Akzeptanz, Verständnis und Anerkennung. Deshalb versucht sie immer wieder die Aufmerksamkeit von Fatima zu gewinnen. 

Obwohl die Geschichte zugleich provokativ und manipulativ ist, zum Spekulieren einlädt und hier gekonnt mit den Gedanken des Lesers gespielt wird, hätte ich mir ein wenig mehr Spannung gewünscht. 

Die Grundidee zu dieser Story gefällt mir, jedoch fand ich die Umsetzung in Form von Interviews, Zeitungsaus- schnitten usw. nicht ganz so gelungen. Hier wäre in meinen Augen eine normale Schreibweise/Gestaltung, lediglich ergänzt durch die Romanauszüge, sinnvoller gewesen.



Zwar finde ich die Idee zu All of this is true. Ruhm kann tödlich sein von Lygia Day Penaflor (Arena Verlag) recht faszinierend, da die Geschichte stark von Verzweiflung, Verrat und Freundschaft geprägt ist.

Jedoch ist der gewählte Aufbau der Handlung etwas unglücklich gewählt, da dies meinen Lesefluss bremste. Darüber hinaus weist die Geschichte gewisse Längen auf. Ebenso hätten es etwas mehr Spannung und Dramatik sein dürfen, weshalb ich letztlich knappe 3 von 5 Nosinggläser vergebe.







Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Kommentare:

  1. Hey Lieblings-Uwe, <3

    ich glaube mit dem von dir beschriebenen Aufbau der Geschichte hätte ich auch so meine Probleme gehabt. Ansonsten klingt die Idee auf jeden Fall sehr faszinierend. Schade das es dich nicht ganz überzeugen konnte.

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hi Lieblings-Sandra <3,

      das glaube ich allerdings auch, gerade deshalb fand ich es schade, dass mir die Geschichte nicht so gut gefallen hatte, weil ich die Idee schon toll fand.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  2. Hallöchen mein lieber Uwe <3,

    ich kann dich absolut verstehen, mir wäre es da vermutlich nicht anders ergangen. Vermutlich hast du Recht, wenn man die Gestaltungselemente etwas reduziert hätte, dass du da mehr Bezug zur Geschichte hättest bekommen können. Aber die Figuren, gerade Fatima sprechen mich jetzt auch nicht so wirklich an. Das habe ich aber bereits durch deine Ausführungen gemerkt. Wobei die Grundidee in der Tat recht spannend klingt.

    Liebe Grüße,
    Cata

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    1. Hallo liebe Cata <3,

      danke dir und ich hatte dir ja noch ein wenig mehr darüber erzählt. Manchmal ist weniger mehr und obwohl mir die Aufgliederung der Story bei "Illuminae" richtig gut gefiel, empfand ich sie hier als nicht so toll gewählt, was ich sehr schade finde. Die Geschichte an sich war spannend zu lesen und Fatima war schon interessant und irgendwie eine Antagonistin.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  3. Hallo lieber Uwe,
    die Geschichte ansich hört sich schon sehr spannend und gut an. Ich muss auch sagen,dass ich die Idee mit den Interviewprotokollen, Ausschnitten von Zeitungsartikeln sowie von Romanauszügen eigentlich erstmal sehr gut finde. In Büchern wie Illuminae u.ä. hat dieser Aufbau ja sehr gut funktioniert. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass es dabei passieren kann, dass Figuren nicht genügend Tiefe bekommen. Das muss gut gemacht sein und kann vermutlich eben auch nach hinten losgehen. Schade, dass es hier eher den Lesefluss gebremst hat.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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    1. Hallo Tanja,

      so ging es mir auch und ich hatte die Hoffnung, ähnlich wie bei "Illuminae", dass mir dieser Aufbau auch diesem Buch gefallen würde. Leider war dies nicht der Fall, da ich fast keinen Bezug zu den Charakteren aufbauen konnte. Die Idee an sich und dass, was die Autorin erzählte war richtig gut und stellenweise auch spannend, aber leider nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte.

      Ganz liebe Grüße,
      Uwe

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  4. Hallo Schnuffi, <3

    die Idee an sich finde ich auch sehr spannend, da wir bedingt durch unsere Bloggertätigkeit ja auch viele Autoren treffen und zu manchen ein engeres Verhältnis haben. Diese extreme Fixierung von Miri in Bezug auf Fatima ist schon krass und das Fatima die Jugendlichen ausnutzt, ist definitiv grausam. Mit dem Aufbau hätte ich auch Schwierigkeiten gehabt.

    Drück dich, liebe Grüße,
    Ally

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    1. Hallo Prinzessin <3,

      genau, du schreibst es richtig und gerade diese Tatsache macht für mich den Reiz aus, das Buch lesen zu wollen. Fatima hat die vier richtig schön manipuliert und fast schon hörig (Miri) gemacht. Krass ist das Verhalten von ihr absolut und das hätte mir - mit einem anderen Aufbau - vielleicht noch besser gefallen. Und ja, den hättest du auch gehabt.

      Drück dich, liebe Grüße,
      Uwe

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  5. Hallo Uwe,

    was du grad zum Einstieg in den Roman schreibst, finde ich wieder faszinierend. Protokolle und Ausschnitte sprechen mich meistens an.

    Die Spannung scheint aber auf der Strecke zu bleiben, wenn man keinen Bezug zur Handlung herstellen kann. Zumindest höre ich das jetzt so raus. (Mir ist es bei Illuminae so ergangen, obwohl ich es so gern mögen wollte.) Und Fatima dürfte ein Naivchen sein, bei dem man die Augen überdreht. Schade, schade. Mich hätte es gereizt, jetzt vertraue ich aber ganz auf dein Urteil.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      der Einstieg gefiel mir zunächst auch noch und ich hoffte, dass die Geschichte (ähnlich wie Illuminae) funktionieren könnte. Leider hat es mir hier nicht so gut gefallen. Spannend war es schon, aber so wirklich fesseln konnte es mich auch nicht, daher bin ich mir unsicher, ob es dir gefallen könnte.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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Ich danke dir für deinen Besuch und würde mich über einen Kommentar freuen.


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