Dienstag, 14. Mai 2019

Rezension - Die Runenmeisterin von Torsten Fink

Ausgabe: Hardcover
Seiten: 448
ISBN: 978-3-522-20256-5
Preis: 17,00 €

Quelle des Covers: Thienemann-Esslinger Verlag



Die Zwillinge Ayrin und Baren leben in einem beschaulichen, ruhigen Dorf. Dieser Ort und seine Bewohner werden, dank eines Runenbeutels, hergestellt durch den etwas seltsam anmutenden Runenmeister Maberic vom Hagedorn, vor Hexen und anderen bösen Wesen, geschützt. Durch einen gewissen Umstand finden sich jedoch schon bald, Baren und seine Schwester, auf dem Wagen von eben besagtem Runenmeister wieder. Maberic sieht, gerade in Ayrin, großes Potential und beschließt, sie in die Welt der Runen und der Magie einzulernen.

Gemeinsam mit ihm reisen sie fortan durchs Land. Baren und besonders Ayrin müssen erkennen, dass im Zeichnen der Runen eine Macht inne wohnt und dass das Erlernen sowie das Schreiben nicht gerade ungefährlich sind. Denn schon bald sieht sich die Reisegruppe finsteren Mächten gegenüber, welche sie und die ganze Menschheit bedrohen. Dabei wird gerade Ayrin eine große Aufgabe zuteil, die ihr fast alles ab verlangen wird.


Als ich mir den Klappentext zu Die Runenmeisterin von Torsten Fink (Thienemann-Esslinger Verlag) durchgelesen habe, freute ich mich auf eine spannende und magische Geschichte. Gerade die Erwähnung von Hexen, Drachen und einer magischen Urkraft ließen auf ein großes Abenteuer schließen. Doch bereits der Einstieg erwies sich für mich als eher schleppend, was auch an dem etwas mittelalterlich angehauchten Setting lag, an das ich mich erst gewöhnen musste. Ebenso konnte ich zunächst zu den Geschwistern keine wirkliche Bindung aufbauen. Zum Glück legte sich dies im weiteren Verlauf der Handlung.

Die Geschwister wurden im Babyalter von ihrer Mutter auf der Schwelle einer Gaststätte abgelegt. So wuchsen die beiden bei der Muhme Nurre auf und obwohl die etwas schrullige, alte Dame ständig vom Tod redet, liebt sie die Kinder auf ihre eigenwillige Art doch sehr. Ihren Lebensunterhalt müssen sie im Gasthaus des herrischen und griesgrämigen Kauzes Greener Staak verdienen. Der Ohm sieht in Ayrin und Baren Leibeigne und billige Arbeitskräfte, die man ausbeuten kann. So schuften sie tagein, tagaus im Wirtshaus, um ihre Schulden zu begleichen, die sich seit dem damaligen Auffinden an der Türschwelle angehäuft haben.

Ayrin ist immer freundlich zu den Besuchern und arbeitet hart. Sie kümmert sich um die Zimmer, säubert diese und macht die Betten, hilft dem Koch bei den Vorbereitungsarbeiten für das Essen und des Abends bewirtet sie die Gäste in der Schänke. Obwohl Ayrin ein kluges und wissbegieriges Mädchen ist, das Träume und Ziele hat, konnte ich zu ihr am Anfang keine Bindung aufbauen. Auf Grund ihrer starken Gefühle für ihren Bruder, den sie über alles liebt, konnte sie mich schließlich von sich überzeugen. Baren arbeitet als Handwerker und Stallbursche. Ich mochte ihn sofort, obgleich er gutgläubig und wider besseren Gewissens, manchmal etwas tat, ohne vorher nachzudenken. Aber irgendwie machten ihn mir gerade diese Eigenschaft so sympathisch.

Als eines Tages eine junge Adelige und ihr Bediensteter in das beschauliche Dorf kommen, sehen Ayrin und Baren ihre Chance gekommen, vielleicht früher als gedacht, ihre Freiheit zu erlangen. Daher trägt Ayrin ihrem Bruder auf, sich wohlwollend um die junge Frau, die nur so mit Silberstücken um sich wirft, zu kümmern. Was niemand ahnt ist, dass es sich bei den Neuankömmlingen um eine Hexe und einen Alb handelt, die nichts Gutes im Schilde führen. Durch einen kleinen Zauber gelingt es der Hexe Ragne schließlich, Baren zu einer bestimmten Tat zu bezirzen, was weitreichende Konsequenzen für die Dorfbewohner und insbesondere für Baren selbst, hat.

Da trifft es sich gut, dass unvermittelt der Runenmeister Maberic vom Hagedorn im Ort auftaucht. Während Maberic der Ursache nachgeht und die Bedrohung gerade noch so abwenden kann, entdeckt er, dass in Baren ein verborgenes Talent steckt. Da im ganzen Land immer mehr Tierseuchen ausbrechen und selbst Menschen davon krank werden, muss der Runenmeister alsbald wieder aufbrechen, da seine Dienste gefragt sind. Gemeinsam mit dem Runenmeister reisen die Zwillinge fortan durchs Land. Dabei stellt sich heraus, dass Ayrin im Umgang mit den Runen die talentiertere der beiden Jugendlichen ist, weshalb Ayrin nun bei Meister Maberic in die Lehre geht. Voller Euphorie nimmt Ayrin ihre Ausbildung sehr erst und bereits nach kurzer Zeit zeigen sich die ersten Erfolge. Dabei muss Ayrin erkennen, dass das Zeichnen der Runen eine große Macht heraufbeschwören kann, mit der vertrauensvoll umgegangen werden sollte.

Die Hexe Ragne sowie den Alb Tsifer gefielen mir, da beide gezwungener Maßen zusammenarbeiten müssen, um den Plan des Hexenmeisters zu erfüllen. Gerade diese Art der Zusammenarbeit sorgte bisweilen bei mir für kleine Schmunzler, da die Dialoge zwischen den beiden recht amüsant und unterhaltsam waren. Besonders Ragne konnte bei mir im weiteren Verlauf der Geschichte Sympathiepunkte sammeln. Tsifer ist ein gefährliches und undurchsichtiges Wesen, das so manches Geheimnis in sich trägt und mich das eine oder andere Mal überraschen konnte. Ein sehr interessanter Charakter. Um wichtige Informationen für ihren Meister zu erhalten, verfolgen die Hexe und der Alb den Runenmeister bis zu seinem Ziel.

Während ihrer Fahrt durch Dörfer und Städte treffen Maberic, Ayrin und Baren auf Lar Thimin, den Neffen des Runenmeisters sowie auf den Soldaten Bo Tegan. Als sich die Anzeichen immer mehr verdichten, dass das Böse etwas im Schilde führt, sehen sich die fünf schon bald einem unausweichlichen Kampf gegenüber, der nicht nur sie selbst, sondern die ganze Menschheit bedrohen. 

Ab diesem Zeitpunkt wird die Story spannender und die losen Fäden, die Torsten Fink zuvor gewoben hat, laufen in einem Showdown zusammen. Dabei wird gerade Ayrin eine große Aufgabe zuteil, die ihr fast alles ab verlangt.


Die Geschichte rund um Ayrin und Baren in Die Runenmeisterin von Torsten Fink (Thienemann-Esslinger) beginnt eher ruhig, doch zum Ende hin, nimmt die Spannung immer mehr zu und so fieberte ich mit den beiden mit, ob sie das Unvermeidliche würden verhindern können.

Gerne hätte ich noch mehr über die Runen und deren Entstehung erfahren. Auch die Magie und der Nervenkitzel hätten etwas mehr Raum innerhalb der Handlung einnehmen können. Nichtsdestotrotz konnte mich Die Runenmeisterin gut unterhalten und ich vergebe gute 3,5 von 5 Nosinggläser.







Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Kommentare:

  1. Huhu Lieblings-Uwe, <3

    über das Buch haben wir uns ja schon ausführlich unterhalten und ich denke, ich würde es ähnlich einschätzen wie du. Gerade das mittelalterliche Setting hat mich sehr gereizt und da ist es natürlich schade, wenn gerade das die Handlung ein wenig ausgebremst hat. Und ich finde es immer noch schade, dass die Drachen nicht eine ganz so große Rolle gespielt haben.

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hey Lieblings-Sandra <3,

      ja, das haben wir und ich kann deine Vermutung nur bestätigen. Es wäre dir wahrscheinlich ähnlich ergangen wie mir. Mein Angebot steht nach wie vor und du kannst es dir ja in Ruhe überlegen.

      Was die Drachen angeht, hätte ich es auch toll gefunden, hätten diese eine größere Rolle eingenommen. Ich mag Drachen doch in Geschichten sehr ;)

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  2. Huhu Schnuffi, <3

    wir sind uns ziemlich einig, was die Geschichte betrifft. :) Zu Beginn ist es wirklich etwas ruhig, mir kam es aber dadurch, dass ich zu Anfang ein größeres Stück gelesen habe, nicht ganz extrem vor wie dir. Mit den Zwillingen bin ich schnell warm geworden und habe sie auch gleich ins Herz geschlossen. In dem Buch steckt noch so viel Potential, sodass es eigentlich echt weiter gehen müsste.

    Drück dich, Küsschen,
    Ally

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    1. Hi Prinzessin <3,

      ja das sind wir ^^ Der Einstieg war bei mir nicht ganz so ideal, das stimmt und dafür kann die Story nichts. Trotzdem hätte ein wenig mehr Spannung der Handlung gut getan. Dass das Buch noch jede Menge Potential hat, kann ich bestätigen und ich bin neugierig, ob es noch einen Folgeband geben wird. Möglich wäre es definitiv.

      Drück dich, Küsschen,
      Uwe

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  3. Hallo lieber Uwe,

    das hört sich grundsätzlich erstmal nach einer interessanten Story an. Ich finde es auch schade, wenn man nicht mehr über bestimme Hintergründe erfährt, wie man gerne wissen möchte.

    Liebe Grüße
    Desiree

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    1. Hallo Desiree,

      die Story ist schon gut und es hat mir auch Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Allerdings hatte ich andere Erwartungen zum Verlauf der Handlung, aber dafür kann der Autor und die Geschichte ja nichts.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  4. Hello Again, mein lieber :)

    dieses Buch hatte ich für einen kurzen Moment auf dem Schirm, ist aber wieder in Vergessenheit geraten, weil mich die Story irgendwie nicht wirklich angesprochen hatte. Nun dank deiner Rezi, ist es mir wieder in Erinnerung gerufen wurden, aber es packt mich nicht :D

    Deine Kritikpunkte kann ich gut verstehen, und mir wäre es vermutlich nicht viel anders ergangen. Dennoch klingt es doch so, als wärst du gut unterhalten worden und das ist ja die Hauptsache, oder?

    Liebe Grüße und drück dich,
    Cata

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    1. Hallöchen liebste Cata <3,

      das dich die Geschichte nicht so packt, kann ich verstehen und wir hatten uns über das Buch und auch meine Kritikpunkte ja bereits unterhalten. Unterhalten konnte es mich auf jeden Fall und das Buch ist nicht schlecht, aber für mich halt auch kein Highlight.

      Liebe Grüße, drück dich,
      Uwe

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