Dienstag, 4. August 2015

Rezension - Das Mondmalheur von Anette Kannenberg


Titel: Das Mondmalheur
Autor: Anette Kannenberg
Verlag: Selfpublisher
Seiten: 496
ISBN: 978-1500176044 (Buch)
ASIN: B00LXAHH3O (eBook)
Preis: 14,98 € (Buch)
Preis: 4,44 € (eBook

Cover des Buches: Amazon

Auf jeden Fall solltet Ihr euch mal die Homepage von Anette Kannenberg anschauen. Ich finde sie richtig genial!



Cornelius Wichgreve´s Leben steht im Moment gerade auf dem Kopf. Er ist zwar der umjubelte Erfinder der Skylevitys und Experte auf dem Gebiet der Gravitation, doch davon hat er leider nichts und zu allem Überfluss hat er auch noch seinen Job sowie die Rechte an seiner Erfindung verloren. Auch das Leben von Murray O´Connor, Bakteriologe und Dozent an einer Universität in Galway ist nicht gerade berauschend, denn auch ihm wurde gerade gekündigt. Da trifft es sich gut, dass der weltgrößte Mineralölkonzern CosmOre Industries den beiden einen Job anbietet. Sie sollen zusammen mit dem selbsternannten Lunalogen Vladimir den Abbau des neuen Superelements Tuttofarium vereinfachen. Doch dazu müssen Sie auf den Mond reisen, was beide auch tun. Als nach einiger Zeit Murray von heute auf morgen nach Peru versetzt und seine Arbeit von einem Praktikanten erledigt werden soll, passiert DAS MONDMALHEUR, was in einer weltumspannenden Katastrophe endet und Cornelius in eine Verschwörung hineinzieht.


Auf das Buch bin ich durch die Blogs von Aleshanee und Zeit für neue Genres und deren tollen und mitreißenden Rezensionen aufmerksam geworden. Weiterhin trug dieses absolut geniale Cover dazu bei, dass ich diese Geschichte lesen wollte.

Die Geschichte selbst besteht aus zwei Teilen. Der 1. Teil beschreibt die Charaktere, deren Alltag und den Beginn der Geschichte auf dem Mond bis Hin zum Mondmalheur. 

Murray O´Connor ist Dozent für Genetik an einer Uni in Galway/Irland. Er kam mir etwas verschroben vor, ist ständig mit seinen Gedanken woanders, so vergisst er seinen eigenen Geburtstag und die gemeinsame Feier mit seiner Tochter und Frau, die Einladung seiner Mutter und andere Dinge - typisch Wissenschaftler eben. Ist er allerdings in seine Arbeit vertieft, ist er akribisch und geht darin völlig auf. Als er seinen Job verliert macht er sich Gedanken wie es weiter gehen soll.

Cornelius Wichgreve lebt in Berlin, ist Gravitationsexperte und Erfinder der hochgejubelten Skylevitys (schwebende Autos). Leider hat er die Patentrechte an seinen alten Arbeitgeber übertragen, da er sehr gutgläubig ist/war und dadurch jetzt arbeitslos. Cornelius ist ein lockerer und lustiger Typ, der dem Alkohol nicht abgeneigt ist und gerne feiert. Cornelius war mir sofort sympathisch, denn er spricht so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Was natürlich zu teils komischen Situationen führt.

Beiden kommt daher das Angebot von CosmOre Industries daher gerade recht. Sie sollen mit Ihrem Wissen und Fähigkeiten auf dem Mond helfen, das neue Material Tuttofarium effizienter und schneller abzubauen. 

Cornelius ist Murray unsympathisch und will mit ihm nichts zu tun haben, doch beiden wird schnell klar, dass sie in einem Team zusammenarbeiten müssen. Als dritter im Team soll Vladimir (der sich selbst als Lunaloge bezeichnet) helfen. Vladimir ist Russe und schon etwas länger auf der Raumstation tätig. Cornelius und Vladimir freunden sich schnell an, nur Murray zickt zu Beginn etwas und bleibt mürrisch. Doch die drei zusammen, sind genial! Chefin des Teams und gleichzeitig Leiterin der Raumstation, ist die junge und ehrgeizige Finnin Lumi Mäkinen. Sie spornt das Team immer wieder an und fordert zügige Ergebnisse. Als Murray der Durchbruch gelingt und seine gezüchteten Bakterien, den erhofften Zweck erfüllen, wird er kurzerhand von seinen Aufgaben entbunden und nach Peru versetzt. Seine Arbeit soll von nun an durch einen Praktikanten erledigt werden und so reist Murray schweren Herzens ab. Lumi setzt seine Bakterien so gleich aus, um es "live" zu testen und es funktioniert, doch irgendetwas geht schief und das Ganze gerät außer Kontrolle. Als dann auch noch Vladimir bei einem Unfall ums Leben kommt, kann Cornelius dies nicht glauben und beschließt in das Labor seines Freundes einzubrechen, um dort nach Hinweisen zu suchen. Als er dann noch ein Gespräch zwischen einem Mann und Lumi belauscht, zählt er 1:1 zusammen und flieht von der Raumstation zur Erde. 

Was hat Lumi mit dem Unfall von Vladimir zu tun? War es wirklich ein Unfall der zum Tod des Wissenschaftlers geführt hat?

Der zweite Teil der Geschichte spielt 27 Jahre nach dem Mondmalheur und wir begleiten die junge Frau Elena bei ihren täglichen Streifzügen durch Berlin. Sie ist mit Konrad (aka Cornelius) befreundet. Durch die damalige Katastrophe hat sich der restliche große Teil des Mondes immer mehr von der Erde entfernt und die Regierungen beschließen, den Mond mittels atomarer Sprengungen wieder näher an die Erde heran zu bringen. Dies bekommt auch Murray, der noch immer in Peru lebt, mit. Als seine Frau Sarah ihn dazu überredet auf einem Kongress in Berlin einen Vortrag zu halten, laufen sich Cornelius und Murray über den Weg. Kurzerhand lädt Cornelius die beiden zu sich nach Hause ein, um über die guten alten Zeiten zu sprechen. Schnell kommt das Gespräch auf die aktuelle Situation und Murray versucht Cornelius von seinem Plan den Mond und somit auch die Erde zu retten, zu überzeugen.

Werden die beiden es schaffen, den kühnen und sehr waghalsigen Plan in die Tat umzusetzen?



Die Geschichte hält viele Überraschungen parat, mit denen ich nicht gerechnet habe. Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig, trotz der teils doch sehr wissenschaftlichen & technischen Beschreibungen. Auch sprüht die Geschichte nur so vor Satire und Spitzen gegen unsere Politiker und Firmen, die nur Profite sehen und dabei vor nichts zurückschrecken. Gerade das Anette Kannenberg in diesem Buch mehrmals den Finger in die Wunden legt, dies, wie ich betonen möchte auf eine sehr lustige humorvolle Art, fand ich toll. Auch die Spannung kommt in der Geschichte nicht zu kurz und lies mich gerade zum Ende hin sehr mit den Protagonisten mitfiebern, sodass ich mein Tablet nicht aus der Hand legen konnte.

Die Charaktere sind so unterschiedlich, gerade Murray & Cornelius, das man sie einfach lieben muss.

Ein sehr tolles und gelungenes Debüt und ich bin sehr gespannt, was Anette Kannenberg uns als Nächstes präsentieren wird.

Daher vergebe ich 5 Nosinggläser für dieses grandiose Buch und kann nur eine LESEEMPFEHLUNG aussprechen.



Kommentare:

  1. Und schwupps, landet das Buch auf meine Wunschliste...
    Danke für die interessante Rezi, das Buch muss dich wirklich beeindruckt haben.
    LG
    loralee

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    1. Hallo Loralee,

      das freut mich sehr, das dir meine Rezi gefallen und das Buch auf deine WuLi gelandet ist :)

      Ja, es ist ein sehr tolles und außergewöhnliches Buch und ich wünsche dir ganz viel Spaß damit.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  2. Hey Uwe,

    deine Rezi macht wirklich neugierig. Bin mir aber unsicher, ob das Buch etwas für mich ist...

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hallo Sandra,

      so soll es sein ;) und lass dich ruhig auf die Geschichte ein und du wirst begeistert sein !!!!

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  3. Hallo Uwe,

    freut mich, dass dir "Das Mondmalheur" auch gefallen hat. Es ist ein sehr spezielles Buch und gerade dadurch mal eine wunderbar andere Lektüre. Außerdem fühle ich mich geehrt, dass ich/mein Blog in deiner Rezension erwähnt wurde. :-) Danke.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      das habe ich sehr gerne getan und ohne deine tolle Rezension wäre ich nicht auf das Buch aufmerksam geworden. Also sollte ich mich bei dir bedanken.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  4. Ahhh wie schön, es hat dir gefallen!!! Das freut mich natürlich umso mehr :D
    Ich hoffe ja, dass die Fortsetzung nicht so lange auf sich warten lässt ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Ja Aleshanee, die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ich hoffe ebenfalls, das die Fortsetzung bald kommt. Allerdings hat Anette mir verraten, das Sie nochmal komplett neu beginnt .... ;( Wir drücken Ihr die Daumen !!! :)

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  5. Hi Uwi!

    Jetzt hab ich die Rezi gelesen :) Ich weiß nicht, ich bin wie Sandra etwas unsicher. Ich hab Angst vor den wissenschaftlichen und technischen Beschreibungen. Wissenschaft hab ich in der Uni genug und Technik ist nicht so meins. Und Satire gegenüber Politikern und Firmen versteh ich meist nicht, weil ich mich zu wenig mit solchen Themen beschäftige >.<
    Aber Murray klingt wirklich wie ein typischer Prof! :D Ich hab auch einen, der könnte perfekt zu Murray passen. Der wirkt auch total zerstreut und so (ist aber totaaaaaaal der Süße, weil er so in hinter seinen Vorlesungen steht und immer Funken vor Begeisterung sprüht :D).

    Ich denke, ich werde das Buch mal ein wenig im Auge behalten und vielleicht die Blogtour verfolgen :)
    Drück dich<3

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    1. Hi Lauralein,

      so schlimm sind die wissenschaftlichen und technischen Beschreibungen nicht. Diese Satire verstehst du und selbst wenn nicht, tut das der Geschichte absolut keinen Abbruch ;)

      Stimmt, Murray ist der typische Prof. ...

      Mach das auf jeden Fall und verfolge die Blogtour.

      Liebe Grüße, drück dich <3
      Uwe

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