Freitag, 22. Juni 2018

Rezension - Overworld von Dan Wells

Titel: Overworld
(Teil 2 der Mirador-Trilogie)
Autor: Dan Wells
Übersetzer: Jürgen Langowski
Verlag: Piper
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 432
ISBN: 978-3-492-28022-8
Preis: 13,00 €

Quelle des Covers: Piper Verlag


Marisa und ihre Freundinnen erhalten eine exklusive Einladung zum Overworld-Turnier "Forward Motion". Dies ist für die jungen Frauen die große Chance, sich als professionelle Spielerinnen zu etablieren und finanziell unabhängig zu werden, damit sie ihre Familien unterstützen können. Denn als Profi kann man richtig gutes Geld verdienen. 

Währenddessen versucht Marisa noch immer hinter das Geheimnis ihres Unfalls aus Kindertagen zu kommen und hofft, über den Hacker Grendel, der allem Anschein nach bei KT Siang arbeitet, mehr in Erfahrung zu bringen. Da trifft es sich gut, dass gerade diese Firma das Turnier ausrichtet.

Aber es gibt auch eine dunkle Seite, denn die Spiele werden beherrscht von Machtkämpfen und Korruption. Als Marisa auf den mysteriösen Alain trifft, muss sie einsehen, dass nur der Gewinn des Tuniers das Leben ihrer Freundinnen und das ihrige retten kann.


Overworld von Dan Wells (Piper) ist der zweite Band der Mirador-Trilogie und ich war neugierig, was sich der Autor wieder alles hat einfallen lassen. Der Einstieg fiel mir leicht, da ich die Geschehnisse aus dem ersten Teil noch recht gut in Erinnerung hatte.

Die Story spielt in Los Angelos im Jahre 2050. Die Menschen haben Implantate, sogenannte Djinnis, im Kopf. Darüber läuft die gesamte Kommunikation, wie Telefon und Internet. Sprichwörtlich ist jeder mit jedem vernetzt, was schon eine etwas gruselige Vorstellung ist, wie ich finde. Denn ich möchte so eine Technik nicht in meinem Kopf haben. Doch für die Jugendlichen ist dies Alltag und ohne geht fast gar nichts mehr. Das Leben selbst, ist geprägt von ständiger Angst ums Überleben. Denn mit dem wenigen Geld, welches man zur Verfügung hat, muss man gut haushalten und über die Runden zu kommen. Besonders hart trifft es Marisas Eltern, die in einem ärmlichen Viertel von L. A. leben und ein mexikanisches Restaurant betreiben. Es ist ein wahrer Existenzkampf und Marisa spürt die Ängste ihrer Eltern immer mehr.

Im Mittelpunkt der Handlung aber stehen die fünf "Overworld"-Spielerinnen Marisa, Sahara, Anja, Jaya und Fang. Die jungen Frauen haben die einmalige Chance bekommen am "Forward Motion"-Turnier teilzunehmen, welches von KT Siang, einem der größten Kommunikationsunternehmen der Welt, ausgetragen wird. Als Marisa in einer prekären Lage von dem mysteriösen Untergrundkämpfer Alain gerettet wird, geraten die "Cherry Dogs", so ihr Gruppenname, in einen Kampf um Macht und Korruption von Großunternehmen. 

Ich mag Marisa nach wie vor, denn sie ist willensstark und hat das Herz am rechten Fleck. Ihre Familie ist ihr sehr wichtig und Marisa bekommt die Sorgen und Nöte ihrer Eltern immer häufiger mit. Weshalb sie sich geschworen hat, sollten die "Cherry Dogs" das Turnier gewinnen, würde sie mit dem anteiligen Preisgeld ihre Familie unterstützen. Auch ist Marisa die Freundschaft zu den Mädchen sehr wichtig und sie würde für jede Einzelne alles tun.

Auch Sahara, die Anführerin und zugleich Marisas beste Freundin, die hilfsbereite und finanziell unabhängige Anja sowie die schüchterne Fang und die draufgängerische Jaya mag ich, denn alle haben ein mitfühlendes und freundliches Wesen. Sie sind immer füreinander da und das will in dieser Zeit, wo aller spielt, schon etwas heißen.

Den Widerstandskämpfer Alain konnte ich zunächst nicht wirklich einschätzen, da er mir etwas unheimlich und zugleich undurchschaubar war. So fragte ich mich, für wen er wirklich kämpft und was seine Ziele sind.

Es war spannend zu lesen, mit welchen Ideen die Frauen versucht haben, sich aus teilweise schier ausweglosen Situationen zu befreien. Dabei helfen ihnen zum einen die angesprochene Freundschaft zueinander und zum anderen das blinde Verständnis untereinander. Dank der virtuellen Welt und den Spielen, ist die Geschichte sehr actiongeladen und es passiert ständig etwas. Der Schreibstil ist flüssig und wegen der computer animierten Welt auch sehr techniklastig, was mich aber nicht gestört hat.

Die gewählte Thematik der Megakonzerne, die mehr oder weniger die Städte und fast die gesamte Welt regieren, tun und lassen können, was sie wollen, reizen mich bei diesem Buch nach wie vor sehr. Dan Wells ist hier absolut selbstkritisch und hält dem Leser einen Spiegel vor das Gesicht. Denn je mehr wir uns von Technik und den Konzernen abhängig machen, umso mehr Macht haben sie schließlich über uns. Die Vorstellung, dass Geld, die Nutzung von Elektronik oder gar des Internets, einmal einen größeren Mehrwert haben könnte, als Wasser und Nahrungsmittel, finde ich sehr erschreckend.


Overworld von Dan Wells (Piper Verlag) gibt einen Ausblick, wie unsere Zukunft aussehen könnte. Themen wie Unterdrückung, Ausbeutung und Armut, aber auch die Gier nach Macht und Geld sowie Korruption finden sich in der Geschichte wieder. Ich bin nach wie vor von der Idee, dass vieles online bzw. in einer virtuellen Welt spielt begeistert, finde es aber zugleich auch verstörend und es macht mir auch irgendwie ein klein wenig Angst.

Die Story ist dabei spannend, fesselnd und auch recht actionlastig, weshalb sich das Buch recht flott lesen lässt. Dank dem Cliffhanger, der durchaus fies ist, bin ich schon jetzt neugierig, wie alles enden wird. 

Daher vergebe ich sehr gute 4 von 5 Nosinggläser.




Meine Meinung:






Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Kommentare:

  1. Huhu Lieblings-Uwe, <3

    spannend, fesselnd und recht actionlastig klingt toll. Allerdings wollte ich auch nicht wirklich noch eine neue Reihe anfangen. Ich kann mir aber vorstellen, wenn ich das Buch irgendwo günstig sehe, dass es dann bei mir einzieht bzw. Band 1. ;-)

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hallo Lieblings-Sandra <3,

      du solltest die Reihe auf jeden Fall im Auge behalten, denn ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie dir gefallen könnte.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  2. Hallo Uwe,
    ich finde es ja immer noch lustig, dass wir uns eher zufällig über Bluescreen unterhalten haben und dass du daraufhin erwähnt hast, dass du gerade den zweiten Teil liest, den ich so gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Deine Rezension hört sich richtigrichtig gut an. Ich muss die Fortsetzung auch unbedingt lesen.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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    1. Hallo Tanja,

      ja, da hast du recht und ich habe dir ja bereits gesagt, dass du es lesen musst. Außerdem bin ich sehr neugierig, was du dazu sagen wirst.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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    2. Argh, ein Besuch auf deinem Blog ist momentan wirklich hart für mich. Eben war ich auf deinem Monatsrückblick und ich habe das Gefühl, dass ich dringend Bücher shoppen gehen muss und danach mit einer seeeeeehr schweren Tasche heimkehren werde ;o)

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  3. Huhu mein lieber Uwe <3,

    entweder erinnere ich mich nicht, oder wir haben in der Tat nicht über dieses Buch gesprochen, so genau weiß ich das gerade nämlich nicht :o

    Die Thematik klingt auf jeden Fall sehr düster und erschreckend. Und ich selber bin gerade von solchen Zukunfsszenarien immer sehr angetan, weil ich das gar nicht mal so abwegig finde. Wobei, wie du schon sagst, wenn Internet einen höheren Stellenwert als Nahrung bekommt, das schon etwas angsteinflößend ist.

    Du hast mich auf jeden Fall sehr neugierig gemacht und ich danke dir sehr für deine eindrucksvolle Rezi :)

    Liebe Grüße und fühl dich gedrückt,
    Cata

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    1. Hallo liebe Cata <3,

      wie wir bereits festgestellt haben, hatten wir uns nicht über das Buch unterhalten. Warum kann ich dir eigentlich gar nicht mehr sagen - seltsam :)

      Die Thematik und die Handlung wird dir gefallen und ich kann es dir nur ans Herz legen. Auf jeden Fall freut es mich, dass ich dich neugierig machen konnte und bin neugierig, ob es bei dir einziehen wird.

      Drück dich, liebe Grüße,
      Uwe

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  4. Huhu Schnuffi, <3

    hach ja, den zweiten Band muss ich auch unbedingt noch lesen, mal schauen, wann ich es schaffe. Es klingt auf jeden Fall wieder sehr gut, was Marisa und die Mädels so erleben. Die Idee finde ich nach wie vor großartig, Dan Wells kanns einfach :)

    Drück dich, Küsschen,
    Ally

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    1. Hallo Prinzessin <3,

      da kann ich dir nur zustimmen, aber das habe ich dir ja auch schon gesagt ;)

      Drück dich, Küsschen,
      Uwe

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Ich danke dir für deinen Besuch und würde mich über einen Kommentar freuen.


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