Mittwoch, 24. Oktober 2018

Rezension - Monsters of Verity. Dieses Wilde, Wilde Lied von Victoria Schwab

Titel: Monsters of Verity. Dieses Wilde, Wilde Lied
Übersetzerin: Bea Reiter
Ausgabe: Hardcover
ISBN: 978-3-7855-8863-5
Seiten: 432
Preis: 19,95 €

Quelle des Covers: Loewe Verlag


Nach einem sechs jährigen Territorialkrieg kämpfen die Menschen von Verity City ums tägliche Überleben. Getrennt in zwei Hälften regiert auf der einen Seite Kate´s Vater mit eiserner Hand. Wer nicht für seinen Schutz bezahlen kann oder will, ist den Monstern in dieser gigantischen Stadt hilflos ausgeliefert. Auf der anderen Seite versucht August´s Familie die Menschen vor den Corsai und Malchai zu beschützen, jedoch nur mit mäßigem Erfolg, da die Monster durch verübte Gewalttaten, die täglich in den Straßen von V-City geschehen, wie Pilze aus dem Boden schießen. Ein regelrechter Kampf gegen Windmühlen.

Auch die beiden Familien sind sich nicht grün, da der Hass auf die jeweils Anderen groß ist. Die ständigen Schuldzuweisungen, dass der geschlossene Waffenstillstand von einer der beiden Familien angeblich gebrochen wurde, schweben über allem. Als August Kate zur Hilfe eilt, die von Monster überfallen wurde, können beide nur mit knapper Not entkommen. 

Auf der Flucht vor weiteren Verfolgern, ahnen die beiden noch nicht, welche Gefahren sie noch bewältigen müssen.


Gerade die Idee, dass böse und todbringende Geschöpfe durch eine Gewalttat entstehen, ließ mich aufhorchen, weshalb ich Monsters of Verity. Dieses Wilde, Wilde Lied von Victoria Schwab unbedingt lesen musste. 

Der Einstieg in die Geschichte gefiel mir gut, da sich Kate als eine recht taffe und irgendwie auch coole junge Frau entpuppte. So fackelt sie gleich mal die Schulkapelle ab, mit dem Ziel, nun auch das mittlerweile 6. Internat verlassen zu können. Ihr Ziel ist es, endlich nach Vertiy City zurückzukehren, um an der Seite ihres Vaters leben zu können. Als sie eine Limousine abholt, ahnt Kate, dass ihr Vater Callum Harker sie nach Hause bringen lässt. Obwohl mir Kate zu Beginn recht gut gefiel, spürte ich im weiteren Verlauf der Story, dass ich eine gewisse Distanz zu ihr entwickelte. Gründe dafür waren einmal ihre Sprunghaftigkeit und auch so manche Handlung bzw. Vorgehensweise konnte ich nicht ganz verstehen. Kate ist besessen davon, sich ihrem Vater gegenüber als würdig zu erweisen, was sich mir, bedingt durch einige Ereignisse aus der Vergangenheit der beiden, nicht ganz erschließen wollte.

August wiederrum mochte ich sofort und dass, obwohl er sich als Sunai von der Sünde seines Opfers ernährt. Doch diese Art der Nahrungsaufnahme ist ihm zuwider und so versucht er das Nähren so lange wie möglich hinauszuzögern. August kam mir menschlicher vor, als zum Beispiel Kate. Er hat eine gütige Seele und das Herz auf dem rechten Fleck. Sein größter Wunsch ist es, ein normales Leben zu leben. Dies ist als Monster jedoch leichter gesagt, als getan.

Ein weiterer Charakter, der mir gut gefiel, war August´s Schwester Ilsa. Sie weckte in mir meinen Beschützerinstinkt und dass, obwohl sie ebenfalls eine Sunai und somit ein Monster ist. Ihr Wesen ist voller Güte und doch steckt in ihr auch eine gewisse Wildheit, die mich faszinierte.

Wer in V-City gut und wer böse ist, lässt sich nicht sofort beantworten, da die Grenze hier fließend ist. Unter der Leitung von Henry Flynn versucht die FEK die Corsai und die Malchai innerhalb ihres Territoriums so gut wie möglich zu bekämpfen und im besten Fall zu töten. Da die Gewalt auf den Straßen allgegenwärtig ist, ist dieser Kampf fast aussichtslos. 

Das Leben der Menschen könnte nicht unterschiedlicher sein. Während Henry die Bewohner der ärmeren Bereiche zu schützen versucht, regiert und terrorisiert Callum Harker die reichen Mitbürger seiner Bevölkerung. Callum ist dem berüchtigten Gangster unserer Zeit (dem Paten) sehr ähnlich. Er hat keine Skrupel aus allem seinen Vorteil zu ziehen und so den möglichst größten Gewinn zu erzielen. Wer für seinen angebotenen Schutz nicht fürstlich bezahlt, ist auf Gedeih und Verderb den Monstern ausgeliefert.

Die Balance zwischen Menschen und Monstern gleicht einem Ritt auf der Rasierklinge und droht jeden Moment zu kippen. Auch Flynn und Harker beschuldigen sich immer wieder, den geschlossenen Waffenstillstand gebrochen zu haben. Daher beschließt Henry, seinen "Sohn" August, auf Kate anzusetzen, um hier ein eventuelles Druckmittel gegenüber Callum zu haben. Als Kate in einen Hinterhalt gerät, kann ihr August gerade noch so helfen zu entkommen. Gemeinsam auf der Flucht vor ihren Familien und den Monstern ist es schwer zu unterscheiden, wer Freund und wer Feind ist.

Die Thematik rund um Gewaltverbrechen und dem daraus resultierenden Ergebnis, dass ein Monster entsteht, hat die Autorin gut beschrieben und diese gefällt mir nach wie vor. Allerdings hätte die Story für mich etwas mehr Spannung vertragen können. Zwar geschieht hier sehr viel, trotzdem stellte sich bei mir nicht der unbedingte Drang ein, das Buch nicht aus den Händen legen zu wollen. Dabei ist die Geschichte durchweg düster und stellenweise auch recht brutal. Ein weiterer Aspekt der hinzukommt, ist, dass ich ab ungefähr der Hälfte des Buches wusste, wer dahinter steckt.


Die Idee zu Monsters of Verity. Dieses Wilde, Wilde Lied von Victoria Schwab (Loewe Verlag) gefällt mir richtig gut. Auch die Art der Entstehung der Monster, deren Vielfältigkeit und die Stadt Verity City (Setting) konnten bei mir punkten. Lediglich die fehlende Spannung und die Vorhersehbarkeit des Ganzen ließen mich leider etwas ernüchtert zurück. Daher vergebe ich gute 3 von 5 Nosinggläser.







Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Kommentare:

  1. Hey Lieblings-Uwe, <3

    ich denke, das wird so eine Reihe sein, die ich auslassen werde. Es ist doch eine Reihe oder? Schade das es auch so vorhersehbar war. Das stört mich an Büchern auch oftmals.

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hallo Lieblings-Sandra <3,

      das kann ich sehr gut verstehen und ja, es ist eine Reihe. Ich werde auch nicht weiterlesen, obwohl die Idee und das Setting schon toll sind.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  2. Hallo Uwe,

    du hattest ja schon erzählt, dass dich Monsters of Verity nicht ganz überzeugt hat. Ich fand die Düsternis übrigens mal was erfrischend anderes und ich hab wohl auf dem Schlauch gestanden, denn ich wusste nicht ab der Mitte wer der Bösewicht ist :-D

    Wirst du denn Band 2 noch lesen?

    Liebe Grüße
    Desiree

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    1. Hallo Desiree,

      bei diesem Buch gehen die Meinungen schon auseinander und es freut mich, dass es dich mehr begeistern konnte, als mich. Und dass, obwohl ich eigentlich so etwas skurriles und leicht abgedrehte gerne mag.

      Es ist doch manchmal ganz gut, wenn man auf dem Schlauch steht und sich so überraschen lassen kann, wie alles endet.

      Nein, ich werden den 2. Band nicht lesen. Du bestimmt, oder? Falls ja, bin ich auf deine Meinung sehr gespannt.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  3. Huhu Schnuffi, <3

    was dieses Buch angeht, sind wir uns ja fast einig. Mir war es zu deinen genannten Kritikpunkten auch wieder noch zu abgedreht. Spannend fand ich es zu keiner Zeit und das obwohl es sehr düster und auch brutal ist. Mit Kate wurde ich auch nie richtig warm, da sie absolut keine gefestigte Persönlichkeit ist und mir auch zu wankelmütig war. Agust mochte ich ebenfalls total gerne, ebenso Ilsa, sie ist echt toll. Auch das Setting und die Idee an sich, sind wirklich gut. Mir war auch schnell klar, wer hier die Fäden in der Hand hält, sprich, wer der Böse ist^^.

    Ich werde definitiv nicht weiter lesen.

    Drück dich, Küsschen,
    Ally

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    1. Hallo Prinzessin <3,

      ja, das sind wir und dass dir die Geschichte zu abgedreht war, kann ich nachvollziehen. Da habe ich ja nicht ganz so viel Probleme mit :)

      Düster war es, keine Frage, aber wie gesagt, die Spannung und die Vorhersehbarkeit machten hier einen Großteil meiner Kritik aus - leider!

      Drück dich, Küsschen,
      Uwe

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  4. Hallo Uwe,
    dass, was du über das Setting und auch die Idee der Geschichte schreibst, klingt richtig gut. Allerdings kann ich deinen Kritikpunkt betreffend der Spannung nur zu gut nachvollziehen. Derzeit freue ich mich auch eher über einen rasanten und actionlastigen Plot.

    Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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    1. Hallo Tanja,

      wie erwähnt ist das Setting und die Idee mit den Monsters klasse. Das du zur Zeit auf actionlastige Geschichten ansprichst freut mich und ich glaube auch nicht, dass das Buch etwas für die wäre.

      Dir auch einen schönen Sonntag.

      Ganz liebe Grüße,
      Uwe

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  5. Hi Uwe :)

    oh, nur drei Gläser?
    Ich habe mir das Buch ja vor kurzem auch angeschafft und bin wirklich wahnsinnig gespannt darauf. Es hört sich faszinierend an mit den Monstern. Schön, dass dir wenigstens Idee und Setting gefallen haben. Das macht ja Hoffnung. Vielleicht kann mich ja der Rest mehr überzeugen als dich, ich bleibe optimistisch ^^.

    Liebe Grüße
    Insi Eule

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    1. Hallo Insi,

      schön, dass das Buch bei dir eingezogen ist und ich denke, das es dir besser gefallen könnte, als mir. Auf jeden Fall wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Lesen und bin auf deine Meinung gespannt.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  6. Huhu Uwe,
    oh schade, dass dir das Buch nicht so richtig gefallen hat. Ich mochte ja die "Vier Farben der Magie" Trilogie der Autorin sehr gerne und daher werde ich auch in dieses reinlesen. Und ich hoffe, dass es mir ein bisschen besser gefallen wird;-)
    Liebe Grüße, Petra

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    1. Hallo Petra,

      der erste Teil von "Vier Farben der Magie" hat mir auch richtig gut gefallen, weshalb ich auch sehr neugierig auf "Monsters of Verity" war. Aber manchmal ist das leider keine Garantie :( Ich wünsche dir ganz viel Spaß und vielleicht kann dich das Buch mehr begeistern als mich. Es gibt auf jeden Fall auch positive Meinungen zu dieser Reihe.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  7. Hallo lieber Uwe,

    Monsters of Verity. Dieses Wilde, Wilde Lied klingt im Prinzip interessant. Besonders gefällt mir der Zug, dass die Monster wegen der Gewalttaten entstehen, so wird es immer welche geben. Anders denke ich von Kate, mit der ich wohl nicht klar kommen würde. Richtig Klick gemacht, hat es zwischen dem Buch und mir wohl nicht.
    Liebe Grüße Cindy

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    1. Hallöchen Cindy,

      oh ja, das tut es und die Idee mit der Entstehung der Monster empfand ich als genial, aber es fehlte mir einfach die Spannung und der Zug weiterlesen zu wollen. Ob es dir mit Kate ähnlich ergangen wäre, kann ich nicht wirklich beurteilen, aber ich kann dich bezüglich deines Verzichts verstehen.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  8. Huhu Uwe,
    über das Buch hatten wir es ja schon. Ich finde es ja so schade, dass Ally und du es nicht mögt, aber ich kann es verstehen. Ich stehe irgendwie auf solche Bücher und freue mich schon auf Band 2. Dennoch kann ich deine Kritik auf jeden Fall nachvollziehen.
    Liebste Grüße
    Mandy

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    1. Hi Mandy <3,

      es ist echt schon seltsam, dass es dir gefallen hat und Ally und mir nicht wirklich. Aber manchmal springt der Funke einfach nicht über. Normalerweise mag ich dieses etwas abgedrehte (s. Skulduggery Pleasant) ja auch, aber ein großes Manko war die fehlende Spannung. Es freut mich, dass es dir gefallen hat und bin auf deine Meinung zum 2. Band gespannt.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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Ich danke dir für deinen Besuch und würde mich über einen Kommentar freuen.


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