Sonntag, 16. Februar 2020

Rezension - Märchenfluch. Das letzte Dornröschen von Claudia Siegmann

Ausgabe: Hardcover
Seiten: 416
ISBN: 978-3-473-47978-8 
Preis: 16,99 €

Quelle des Covers: Ravensburger Verlag



Als Flora, kurz Flo, einen Brief erhält, in dem sie aufgefordert wird, ihre Pflichtjahre abzuleisten, versteht sie die Welt nicht mehr und hält dies zunächst für einen Scherz. Trotzdem begibt sie sich zu dieser Agentur, die in dem Schreiben erwähnt wird, um die Angelegenheit richtig zu stellen.

Dort angekommen trifft sie auf die quirlige und ständig unter Strom stehende Val sowie die zickige Neva. Noch kurioser wird es, als Flo erfährt, dass sowohl sie selbst, als auch die beiden anderen Mädchen Nachfahrinnen von berühmten Märchenfiguren sein sollen. Aufgabe der Agentur ist es, die Menschheit vor gefährlicher Magie zu beschützen. So sind Val, Neva und die anderen Jugendlichen ständig auf der Suche nach Gegenständen die Magie in sich tragen.

Flo kann das alles nicht wirklich glauben und lässt sich daher nur zögerlich auf die Sache ein. Und gerade als Flo sich mit allem arrangiert zu haben scheint, spürt sie, dass in ihr eine dunkle Magie erwacht, die sie kaum kontrollieren kann.


Da ich Märchenadaptionen sehr gerne mag, freute ich mich schon sehr auf Claudia Siegmanns Märchenfluch. Das letzte Dornröschen (Ravensburger). Die Idee, dass Menschen wie du und ich, eventuell von Märchenfiguren, wie Schneewittchen, Rapunzel oder Dornröschen abstammen könnten, gaben den Ausschlag, das Buch lesen zu wollen. 

Die junge Flora, genannt Flo, die außer ihrer besten Freundin Anna, keine nennenswerten Freunde hat, trauert noch immer um ihren verstorbenen Vater. Sie ist viel mit sich selbst und ihren Gefühlen beschäftigt und hat am liebsten ihre Ruhe. Als Flo einen Brief erhält, in dem ihr aufgetragen wird, ihre Pflichtjahre bei der Agentur ASGA abzuleisten, hält sie dies zunächst für einen Scherz. Um aus dieser Nummer schnellstmöglich heraus zu kommen, beschließt sie deshalb, sich direkt vor Ort zu beschweren. Dabei ahnt sie nicht, dass dadurch ihr Leben gehörig durcheinander gewirbelt wird.

So muss sie nicht nur verkraften, dass sie eine Nachfahrin von Dornröschen ist, sondern dass es Märchen und Magie wirklich gibt. Flora war mir ein wenig zu naiv und gutgläubig, was mir einen Zugang zu ihr am Anfang etwas erschwerte. Natürlich kann einem so eine Nachricht schon einmal den Boden unter den Füßen wegziehen, trotzdem erschloss sich mir die eine oder andere Entscheidung von ihr nicht wirklich. Aber nachdem sie den ersten Schock überwunden hatte und sich auf das wesentliche fokussierte, wurde es für mich auch besser.

Gemeinsam mit Neva und ihrem Begleiter Hektor begibt sie sich auf die Suche nach magisch belasteten Gegenstände, die für normale Menschen sehr gefährlich werden können. Dabei geraten die drei in so manch brenzlige Situation.

Neben der Haupthandlung von Flo, Neva, Val und den anderen, erfährt der Leser nach und nach auch, was es mit dem ominösen Rosenkavalier auf sich hat. Die Idee und deren Umsetzung gefielen mir besonders gut, da ich lange Zeit nicht wusste, wie dies zur Story um Flo und ihre Freunde passen sollte.

Über die quirlige Val, die eine Nachfahrin von Rapunzel ist, musste ich des Öfteren schmunzeln, da sie einfach nur herrlich chaotisch ist. Sie mochte ich sofort. Wohingegen mich Neva, mit ihrer zickigen und herablassenden Art häufiger auf die Palme brachte. Doch hier lohnt sich ein zweiter Blick auf Neva und schaut man hinter ihre Fassade, so kann man ihr Verhalten nachvollziehen.

Ein wenig störend empfand ich die eingeflochtene Dreiecks-Liebesgeschichte, welche ich so nicht gebraucht hätte. Auch finde ich, dass dieses "Stilmittel" mittlerweile zu häufig angewandt wird. Hier wäre es mir lieber, wenn die Lovestory authentischer und ehrlicher verlaufen würde.

Als sich ihre beste Freundin Anna immer seltsamer benimmt und Flo spürt, dass auch in Flo eine dunkle Macht inne wohnt, kommen ihr diese Erkenntnisse fast schon zu spät. 

Das Ende wartet mit einem spannenden Showdown auf und endet mit einem fiesen Cliffhanger, der den Leser neugierig auf die Fortsetzung macht. Unterm Strich hat mir aber leider die Spannung gefehlt und trotz dem erwähnten fiesen Ende, werde ich die weiteren Bücher nicht lesen.


Ich liebe Märchenadaptionen sehr und die Idee hinter Märchenfluch. Das letzte Dornröschen (Ravensburger) von Claudia Siegmann gefiel mir, doch ich hätte mir hier mehr Spannung und vielleicht einen Hauch mehr Dramatik gewünscht. So kommt für mich die Story eher gemächlich daher, weshalb es letztlich nur zu 3 von 5 Nosinggläser gereicht hat.




Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Kommentare:

  1. Hallöchen Schnuffi, <3

    mehr Spannung und unerwartete Wendungen, hätte ich mir definitiv auch gewünscht, das habe ich auch bemängelt. Aber ich mochte die Idee hinter allem einfach so gerne, dass mir das Lesen trotzdem Spaß gemacht hat. Ansonsten fand ich Scitus einfach genial! Val mochte ich auch total und ich bin sehr gespannt, wie es in Band 2 weiter geht.

    Die nervigen Liebesdreiecke kann ich auch gar nicht leiden, hier müssten die Leser in Band 2 aber ja hoffentlich verschont bleiben ;)

    Drück dich, Küsschen,
    Ally

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    1. Hey Prinzessin <3,

      es freut mich noch immer, dass dir das Buch besser gefallen hat, als mir. Ebenso gefällt es mir, dass wir was die Spannung und unerwarteten Wendungen angeht, es genauso empfunden haben.

      Scitus hat mir auch gefallen und was die Liebesdreiecke betrifft, hoffe ich auch, dass dies hoffentlich nicht im 2. Band eintreten wird. Ich bin gespannt, wie dir die Fortsetzung gefallen wird.

      Drück dich, Küsschen,
      Uwe

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  2. Huhu Lieblings-Uwe, <3

    hier sind wir absolut einer Meinung. Die Idee war wirklich top und genial, aber für mich hätte die Autorin hier einfach viel mehr daraus machen können. Gerade was die Spannung angeht war ich doch sehr enttäuscht.
    Auch das Liebesdreieck ging mir ganz schön auf den Keks. Wirklich schade, dass die Autoren dieses immer wieder einbauen (müssen).

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hey Lieblings-Sandra <3,

      was die Idee angeht, gefiel mir das auch, aber der Story hätte deutlich mehr Pfeffer haben können. Auch das Liebesdreieck hätte ich definitiv nicht benötigt und kann es nicht verstehen, dass dieses "Stilmittel" noch immer so häufig vorkommt.

      Bei diesem Buch sind wir uns in der Bewertung absolut einig.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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