Samstag, 12. Juli 2014

Rezension - Memiana (1) - Ewige Wacht von Matthias Herbert

Durch verschiedene Bloggerinnen und auf Facebook bin ich auf die Saga/Reihe von Matthias Herbert aufmerksam geworden und so habe ich mir die Homepage mal näher angeschaut, um zu erfahren, worum es hierbei geht. Und gleich der 1. Satz auf der Homepage hat mich gefesselt. Dieser lautet: 
„Ich kann nicht jeden retten. Aber ich muss es immer versuchen.“
Spätestens da wußte ich, ich will mehr darüber erfahren!
 
Da mir der Autor absolut nichts sagte, las ich mir seine Vita durch. Diese hat mich so beeindruckt, da er schon fast alles im beruflichen Leben ausprobiert hat. Und als "Sahnehäubchen" kommt Matthias Herbert hier aus Darmstadt, denn hier ist er geboren und somit ein Hesse! :) 

Der Autor:

Matthias Herbert wurde 1960 in Darmstadt geboren. Nach einem bis dahin eher ereignisarmen Leben machte er 1979 das Abitur und wurde zum Entsetzen vieler Polizist. Nicht zuletzt zu seinem eigenen. Das steigerte sich rapide, als er den Dienst antrat und sehr schnell feststellen musste, dass man ihm erst beibrachte, was im Gesetz steht – und dann, wie man ungestraft gegen alles verstößt. Da er zudem weder als meinungsloser Befehlsempfänger noch als Schläger auf Kommando zu gebrauchen war, stand er bald vor der Wahl, depressiv zu werden oder mit dem Schreiben zu beginnen. M. H. wählte eine Mischform: Er verfasste fortan kaum verständliche und traurige Prosa. Nach drei Jahren zog er die Uniform aus und hat seitdem eine Allergie gegen grüne Kleidung. Bekam dann in friedensbewegten Zeiten einen akuten Anfall von barfußlaufender Alternativitis und wollte extrempazifistisch Gartenbau studieren. Schaffte es aber nur bis zum Assistenten der Geschäftsführung bei einem Importeur von Pflanzen. Der intensive Kontakte zu kalabrischen Familien-unternehmen pflegte. Das Kriminelle sollte den zu der Zeit orientierungslos vor sich hin Schreibenden nicht mehr verlassen. Einmal Bulle – immer Bulle .....
Quelle (Auszug aus von der Homepage): http://memiana.de/


So lud ich mir den 1. Teil bei SKOOBE herunter und begann zu lesen.
 
 


Titel: Memiana (1) - Ewige Wacht
Autor: Matthias Herbert
nur als eBook erhältlich!
Seiten: 400
ISBN: 3-86762-866-1

Preis: 6,99 €



Klappentext:

Jarek hat einen großen Entschluss gefasst. Der jüngste Sohn des Clans wird verwegene Jäger um sich sammeln, die den Tod so wenig fürchten wie er. Mit diesem Trupp der Besten will Jarek ins Raakgebirge steigen, um dort den gefährlichsten aller Reißer Memianas zu jagen, den Großen Höhler. Wer dieses fliegende Ungeheuer tötet, erwirbt damit das Recht, einen eigenen Clan zu gründen und seine Dienste als Jäger, Wächter und Beschützer in allen Städten anzubieten.

Doch bevor Jarek aufbrechen kann, geschieht ein furchtbares Unglück, und seine Pläne werden zu Staub. Es sieht aus, als sei er gezwungen, den Rest seines Lebens in der Ansiedlung zu bleiben, in der er geboren wurde. Aber dann erscheint ein alter Mann und teilt Jarek mit, dass sich das geheimnisvolle Volk der Memo für ihn interessiert. Sehr interessiert.


Unversehens befindet sich Jarek mit einer kleinen Gruppe junger Menschen aus verschiedenen Völkern auf einer gefährlichen und abenteuerlichen Reise mit unbekanntem Ziel. Und damit nicht genug. Der junge Jäger steht auf einmal zwischen zwei Frauen, einer klugen und schönen und einer geheimnisvollen, die mehr verschweigt als verrät.


Doch dann lauert der Tod hinter jeder Biegung, und es sind nicht nur Reißer hinter den Menschen her …




Meine Meinung:

Obwohl mich, wie bereits eingangs erwähnt, die Homepage und der Inhalt des Buches sehr neugierig gemacht hatten, war ich doch skeptisch, ob mir das Genre "Fantasy" als Buch gefallen würde. Ich mag Fantasy & SyFy als Film oder Serie sehr sehr gerne, aber als Buch hatte ich es noch nicht versucht und so begann ich das Buch zu lesen. Ich kam aber nur sehr schwer in die Geschichte hinein, was aber nicht am Genre selbst lag, sondern mehr an den ganzen Begriffen und Ausdrücken für alltägliche Dinge, wie Tag, Nacht, Sonne, Essen usw. Ich ließ mich aber nicht entmutigen und las weiter. Aber mir war noch immer nicht ganz klar, wohin die "Reise" gehen sollte.

An dieser Stelle ein kleiner Hinweis! Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, welches die Begriffe etwas näher erläutert. Dies sollte man sich nach dem 1. Kapitel kurz durchlesen, dies hat mir sehr geholfen, das Buch besser zu verstehen und der Geschichte zu folgen.

Zu Beginn lernen wir gleich einen der Hauptprotagonisten nämlich Jarek kennen. Er ist ein XENO was in Memiana einem Volk am nähesten kommt. Es gibt noch weitere Völker wie z. B. die VAKA und die KIR und viele andere, die wir im weiteren Verlauf der Geschichte näher vorgestellt bekommen. Die XENO sind Jäger, Beschützer und Bewahrer und jedes Volk kann einen Kontrakt mit den XENO eingehen, damit diese ihre Stadt oder Dorf beschützen. Die Tage auf Memiana werden Gelblicht und der Abend bzw. die Nacht wird Graulicht genannt. Die Menschen können sich nur während dem Gelblicht im Freien aufhalten, denn zum Graulicht kommen die Reißer (gefährliche Raubtiere, die mich irgendwie an Dinosaurier erinnert haben) heraus, jagen und fressen die Menschen auf. Darum haben die Menschen um Ihre Stadt eine Mauer/Wall als Schutz vor den Reißern errichtet. Tagsüber ist das Tor geöffnet und man kann ein und aus gehen. Aber mit Beginn des Graulichts wird das Tor geschlossen und erst wieder am nächsten Tag geöffnet!

Wir befinden uns mit Jarek, seinem älterem Bruder Kobar und 3 anderen Jägern auf der Jagd nach "Paas", eine Art Grundstoff aus dem Getränke hergestellt werden. Hierbei geraten die Jäger in einen Kampf mit den Reißern und da das Graulicht naht, schaffen Sie es nicht mehr zurück hinter die sicheren Stadtmauern. So beschließen Sie sich in einer Höhle zu verschanzen. Der Angriff der fliegenden Reißer lässt auch nicht lange auf sich warten, aber sie können die teils heftigen Angriff abwehren. Entkräftet und teilweise leicht verwundet ruhen sich die Jäger in der Höhle aus. Doch ihr härtester Kampf steht Ihnen noch bevor! Denn in der Höhle leben sogenannte Klauenreißer. Bei diesem Kampf wird Kobar getötet. Die anderen stürzen sich noch einmal in den Kampf, gepusht durch den Verlust Ihres Jagdführers und töten die Bestien. Zurück in der Stadt, trauern alle um den Verlust von Kobar. Nach ein paar Tagen verrichtet Jarek wieder seinen Dienst und überprüft am Tor der Stadt die eintreffenden Gäste. Kurz vor Beginn des Graulichts trifft eine Gruppe Reisender ein, bestehend aus zwei Männern (Carb und Adolo), einer Frau (Yala) und einem älterem Mann namens Hama - einem MEMO.
Und hier beginnt unsere Geschichte erst richtig .....

Fazit & Bewertung:

Matthias Herbert hat sich mit der Ausarbeitung der Charaktere, den vielfältigen Tieren, der Landschaft und Memiana selbst sehr viel Mühe gemacht. Besonders gut gefallen haben mir Jarek, Carb und Yala. Jarek will die Gruppe um Hama beschützen, damit sie an Ihr Ziel kommen. Was er nicht kann, ist mit Frauen umgehen, obwohl Yala und er sich im Laufe der Zeit näher kommen, kriegt er es einfach nicht gebacken :). Jarek war mir aber sofort sympathisch und ich fand ihn sehr authentisch. Yala ist eine taffe junge Frau, die sehr klug ist und schnell Zusammenhänge versteht. Carb ist ein "Riese" von Mann, etwas einfältig, aber sehr sympathisch. Über die Dialoge zwischen Carb und Jarek - gerade was Frauen anging - mußte ich das eine oder andere Mal grinsen, ja fast sogar laut lachen.

Während dem lesen habe ich mir immer wieder versucht vorzustellen, in welchem Zeitalter die Geschichte spielen könnte. In der Steinzeit oder eher im Mittelalter, denn der Autor gibt keine Hinweise auf die Zeit oder Epoche an. Bis mir auffiel, dass es sich, auch gerade wegen den ganzen Begriffen, um eine eigenständige Welt handelt. Diese Grundidee zu Memiana und der Geschichte hat mir sehr gut gefallen und macht diese für mich zu etwas Besonderem, da sehr vielschichtig, denn so etwas habe ich bisher zumindest noch nicht gelesen. 

Auch wenn das Ende von Teil 1 einen kleinen fiesen Cliffhanger hat, habe ich dem Buch 4,50 von 5,00 Sternen gegeben.


Ein sehr gelungenes Debüt des Autors und ich werde jetzt gleich mit dem 2. Teil - Die verborgene Stadt weiterlesen. Ich muß wissen, wie es weiter geht .....

- Was haltet Ihr von dieser Idee? 
- Habt Ihr vor, das Buch zu lesen?

Dann teilt mir eure Meinung mit, ich bin gespannt, was Ihr zu dieser Saga/Reihe zu sagen habt!

Mit diesem Link kommt Ihr zur REZENSION von Teil 2 - Die verborgene Stadt

Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezi mein lieber Uwe, die definitiv neugierig auf mehr macht :)

    Ich bin auch schon sehr gespannt auf das Buch, auch wenn es sicher noch etwas dauern wird, bis ich es lesen kann.

    Liebste Grüße, Ally

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    1. Ally du kannst dich absolut (und auch alle anderen) auf das Buch freuen. Mir, als nicht Fantasy-Leser, hat es sehr gut gefallen und kann es absolut empfehlen. Versuche es bald zu lesen, deine Meinung würde mich sehr interessieren, liebe Grüße Uwe

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  2. Hi Uwe,
    das Buch klingt echt gut. Tolle Rezi, jetzt freue ich mich noch mehr über meinen Gewinn. ;)
    Liebe Grüße
    Mandy

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    1. Danke Mandy, das freut mich und sag mir, wie es dir gefallen hat.
      Liebe Grüße
      Uwe

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    2. Mach ich, ich hoffe, dass ich es bald schaffe zu lesen. Momentan ist die Lesezeit knapp. ;)

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