Dienstag, 2. Mai 2017

Rezension - Das Mädchen im Dunkeln von Jenny Blackhurst


Titel: Das Mädchen im Dunkeln
Autor: Jenny Blackhurst
Übersetzer: Anke Angela Grube & Michael Benthack
Verlag: Bastei Lübbe
Ausgabe: Taschenbuch
ISBN: 9-783-404-17416-4
Seiten: 431
Preis: 10,00 €

Quelle des Covers: Bastei Lübbe



Das Leben der Psychiaterin Dr. Karen Browning könnte nicht besser sein. Sie ist in einer glücklichen Beziehung, hat zwei beste Freundinnen mit denen sie sich häufig trifft und auch im Job läuft alles super.

Beim ersten Termin mit ihrer neuen Patientin Jessica, die wegen Spannungskopfschmerzen und irrationaler kognitiver Aktivität bei ihr ist, spürt Karen bereits ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Jessica verhält sich nicht wie eine "normale" Patientin, sucht sie doch die Konfrontation. Und so gleitet der Psychiaterin der Termin immer mehr aus den Händen. Als Jessica im weiteren Verlauf dieses Gesprächs erzählt, dass sie eine Affäre mit einem verheirateten Mann hat, geht Karen von einer gelangweilten Frau aus, die ihrem tristen Alltag entfliehen möchte.

Doch im weiteren Verlauf der Therapie stellt sich bei der Psychiaterin die Vermutung ein, dass ihre Patientin von der Ehefrau des Liebhabers besessen sein könnte. Obwohl die Anzeichen mehr als deutlich sind, nimmt Karen die Zeichen nicht wirklich ernst, was sich als großer Fehler herausstellen soll.


Bereits Jenny Blackhursts Debütroman Die stille Kammer konnte mich begeistern. Ebenso der erste Satz des Klappentextes "SEINE FREUNDE SOLLTE MAN SICH GUT AUSSUCHEN – SEINE FEINDE NOCH BESSER …" gefiel mir gut, weshalb ich das Buch lesen wollte. Daher freute ich mich auf einen neuen Psychothriller von der Autorin.

Aber leider muss ich gestehen, dass ich das Buch nach knapp 300 Seiten abgebrochen habe. Zwar hatte die Geschichte immer wieder Punkte, bei denen ich dachte, jetzt geht es richtig los, doch sie fiel immer wieder in denselben langweiligen Trott zurück. Es kam für mich beim Lesen keine wirkliche Spannung auf und die Story plätscherte nur so dahin.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der drei Freundinnen Karen, Bea und Eleanor erzählt, was mir zunächst auch gefiel, da man Einblicke in die jeweilige Gefühlswelt bekam. Es blieb für mich vieles nur Stückwerk. 

Karen ist Psychiaterin, hat eigentlich eine strenge Moralvorstellung, lebt allerdings diese nicht konsequent, da sie in einer Beziehung mit einem verheirateten Mann führt. Diese Tatsache verheimlicht sie gegenüber ihren Freundinnen aber.

Bea lebt alleine und obwohl sie sich einen Partner an ihrer Seite wünscht, kann sie nicht über ihren Schatten springen. Der Grund dafür liegt in ihrer Vergangenheit, den der Leser nach und nach erfährt. 

Eleanor ist mit Adam verheiratet, der aus einer vorherigen Beziehung einen Sohn mitgebracht hat. Gemeinsam haben die beiden vor kurzem ein Baby bekommen. Die Erziehung der beiden Kinder, der Haushalt und allgemein das Leben, halten Eleanor auf Trapp. Adam unterstützt sie nicht wirklich und so versucht Eleanor den stressigen Alltag mehr schlecht als recht zu bewältigen. Durch Müdigkeit, Hektik und keine Ruhephase für sich, häufen sich Missverständnisse und seltsame Unfälle geschehen. Sie fühlt sich alleine gelassen und zweifelt an sich, was zu Spannungen und Anschuldigungen zwischen ihr und Adam führen.

Die Ausarbeitung der Charaktere empfand ich als oberflächlich und wenig spannend und ich konnte so leider auch keine Verbindung herstellen. Der Schreibstil verlor sich in einigen belanglosen Dialoge, die leider auch nicht viel Spannung boten. Mir fehlte absolut der rote Faden und ich konnte nicht nachvollziehen, was die Autorin hier erzählen wollte.



Das Mädchen im Dunkeln konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Blasse Charaktere, kein erkennbarer roter Faden sowie keine Psychothriller Elemente ließen mich eher verzweifeln, denn mitfiebern.

Ich finde es sehr schade, dass mir die Geschichte nicht gefallen hat, denn eigentlich hätte man aus dieser Idee so einiges entwickeln können. 

Daher kann ich leider nur 2 von 5 Nosinggläser vergeben.

Kommentare:

  1. Huhu Schnuffi, <3

    sehr, sehr schade, dass dieser zweite Thriller so wenig an den Ersten herankommt, keine wirkliche Handlung hat, keine Spannung aufbaut und auch ansonsten wenig interessant klingt.

    Drück dich, Küsschen,
    Ally

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    1. Hi Prinzessin <3,

      ja das fand ich auch sehr sehr schade. Ich hatte mir so viel von dem Buch erhofft, gerade weil mir Ihr Debutroman so gut gefallen hatte. Aber leider war dem nicht so...

      Drück dich, Küsschen,
      Uwe

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  2. Hey Lieblings-Uwe, <3

    also das Cover finde ich richtig cool mit den Schmetterlingen aus Metall. Schade das der Inhalt dann nicht zum Cover passt. Wirst du noch weitere Werke von der Autorin lesen, falls welche übersetzt werden?

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hi Lieblings-Sandra <3,

      da stimme ich dir zu. Das Cover gefällt mir auch richtig gut. Vom Inhalt war ich leider, wie oben geschrieben, nicht so angetan. Ich werde dem nächsten Buch auf jeden Fall noch eine Chance und somit auch der Autorin geben.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  3. Oh interessante und ausführliche Rezi :) Gut das ich die hier bei dir gefunden habe, ich habe dieses Buch nämlich schon eine ganze Weile hier rumstehen und wollte es demnächst lesen, aber ich glaube das verschiebe ich jetzt doch noch ein bisschen nach hinten... Liebe Grüße und danke für die Rezi

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    1. Hallo Anja,

      dankeschön für deinen lieben Kommentar. Wie ich schon bei Catas Kommentar geschrieben habe, scheidet dieses Buch unsere "Gemeinde" und man sollte sich selbst eine Meinung bilden. Für mich war die Story leider nichts, habe aber schon einige positive Meinungen gelesen.

      Ich bin auf deine Meinung gespannt und wenn du es gelesen hast, sag mir bitte auf jeden Fall bescheid, wie es dir gefallen hat.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  4. Huhu mein Lieblings-Uwe,

    ach das ist ja wirklich schade, dass dir das Buch nicht gefiel :/ Dein Storyboard klingt wirklich interessant und allein deshalb, hätte ich das Buch auf meine WuLi gesetzt. Das ist wirklich sehr ärgerlich. Aber trotzdem danke ich dir vielmals für deine ehrliche Rezension :)

    Liebste Grüße und eine dicke Umarmung <3
    Deine Caterina

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    1. Hi Lieblings-Caterina <3,

      das fand ich auch, gerade weil der Klappentext so genial klingt. Aber ich glaube, bei diesem Buch sollte man sich seine eigene Meinung bilden, denn ich habe sowohl positive, wie auch kritische Stimmen dazu gelesen.

      Ich danke dir für deine lieben Worte.

      Drück dich, liebste Grüße,
      Uwe

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