Freitag, 19. März 2021

Rezension - Wenn man so will, waren es die Aliens von Andreas Thamm

https://www.magellanverlag.de/titel/wenn-man-so-will-waren-es-die-aliens/542


Ausgabe: Hardcover
Seiten: 240
ISBN: 978-3-
7348-5050-9
Preis: 16,00 €

Quelle des Covers: Magellan Verlag

 
Das Leben von Josh ist alles andere als einfach. Das Verhältnis zu seinem Vater ist nicht das Beste und er brach schon früh die Schule ab, um im elterlichen Hotel mitzuhelfen. Als sein älterer Bruder nach Neuseeland auswandert, muss Josh noch mehr Verantwortung für das Familienunternehmen übernehmen, als sowieso schon. 
 
Doch als sein Vater spurlos verschwindet, steht für ihn fest, dass er ihn finden muss. Gemeinsam mit seinen Freunden begibt er sich auf die Suche. Unterstützt werden die drei Jungs von der etwas seltsamen Kia, die fest davon überzeugt ist, dass Joshs Vater nicht zufällig gegangen ist. 
 

Mit seinem Debütroman Heldenhaft konnte mich Andreas Thamm von seinen Ideen und seinem Schreibstil überzeugen. Deshalb war ich neugierig, wie mir sein neues Buch Wenn man so will, waren es die Aliens (Magellan) gefallen würde.

Joshs letztes Schuljahr steht unmittelbar bevor, doch während seine Freunde Fips, Lasse, Shanti und Mo sich darauf vorbereiten, steht für ihn fest, dass er die Schule abbricht, um seinem Vater im elterlichen Hotel unter die Arme zu greifen.
 
Das Leben von Joshs Vater ist von sehr vielen Tiefschlägen geprägt. Frank, so der Name des Vaters, war bereits in seiner Kinder- und Jugendzeit ein sehr schüchterner Junge, der kaum Freunde hatte und auch mit den Mädchen wollte es nicht so wirklich klappen. Dies änderte sich, als er eines Tages Karin kennenlernte und sich beide Hals über Kopf ineinander verlieben. Aus der späteren Ehe entstanden Josh und sein älterer Bruder Jakob. Durch die viele Arbeit im Hotel litt mit den Jahren die Ehe der beiden, weshalb diese letztlich zerbrach. Karin ging und überließ die Kinder und deren Erziehung ihrem Mann. Dieser bemühte sich zwar, war aber mit seinem Leben Zusehens überfordert. Seinen Tiefpunkt erreichte Frank, als sein Sohn Jakob ihm eröffnete, dass er nach Neuseeland auswandern wird.

Seit dieser Zeit ist das Verhältnis zwischen Josh und seinem Vater alles andere als gut, trotzdem sorgt sich Josh um ihn. Während seine Freunde in der Schule sind, stellt Josh fest, dass sein Vater verschwunden ist. Obwohl Josh alles absucht, kann er Frank nicht finden und auch die Angestellten wissen nicht, wohin er gegangen ist. Deshalb beschließt Josh seine beiden Kumpels Lasse und Fips um Hilfe zu bitten. Als diese kurze Zeit später auftauchen, ist auch die sonderbare Kia dabei. Gemeinsam beginnt die Gruppe zu recherchieren, was Frank zuletzt getan hat und wohin er verschwunden sein könnte. Wenig hilfreich ist dabei die These von Kia, die behauptet, dass Joshs Vater eventuell von Aliens entführt worden sein könnte.

Die behandelten Themen Familie, Freundschaft und die Sorge um Frank stehen hier im Vordergrund und ich war neugierig, was mit ihm geschehen ist. Durch die Erzählung, aus der Sicht von Josh, bekam ich gute Einblicke in sein Seelenleben und man spürte beim Lesen, dass er sich große Sorgen um seinen Vater machte. Trotzdem hatte ich, gerade zu Beginn der Handlung, etwas Schwierigkeiten mit dem Erzählstil des Autors, da mir die Gedankengänge von Josh manchmal als etwas sprunghaft vorkamen.
 
Das Zusammenspiel zwischen Fips, Lasse und Josh gefiel mir, da man sehr gut spürte, dass ihre Freundschaft echt ist und sie für einander da sind. Während ihrer Suche erfährt man über Fips, Lasse und Kia ein wenig mehr, trotzdem spürte ich zu den beiden Jungs eine gewisse Distanz. Anders erging es mir da bei Kia, die zwar auf den ersten Blick etwas eigentümlich erscheint, aber auf den zweiten Blick eine kluge junge Frau ist, die mit offenen Augen durch Leben geht. Ich mochte sie, auch wenn ihre Vorschläge manchmal etwas strange waren. Eine wirkliche Bindung konnte ich auch zu Josh nicht aufbauen, da ich seinen Gedanken nicht immer folgen konnte, was ich schade fand. Ebenso störten mich ein paar Punkte innerhalb der Story, die für keine der betreffenden Personen entsprechende Konsequenzen mit sich brachten.

Trotzdem wollte ich unbedingt wissen, weshalb Frank verschwunden ist und ob es Josh und seinen Freunden gelingen würde, ihn zu finden. Das Ende ist zwar ein wenig traurig, zugleich vermittelt es aber auch Hoffnung.



Wenn man so will, waren es die Aliens (Magellan) von Andreas Thamm behandelt Themen, wie Liebe, Familie, Freundschaft, Zusammenhalt und Aufopferung, die zwar gut beschrieben sind, aber für mein Dafürhalten stellenweise noch etwas stärker hätten ausgearbeitet sein können. Das Ende und die damit einhergehende Botschaft berührt und trotz meiner Kritikpunkte vergebe ich 3,5 von 5 Nosinggläser.




Weitere Bücher des Autors:

Heldenhaft (Rezension)


 
 
 
 Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Kommentare:

  1. Hallöchen Lieblings-Uwe, <3

    wirklich schade, dass dich das zweite Buch des Autors leider nicht so überzeugen konnte. Gerade weil dir das erste Buch von Andreas Thamm ja wirklich gut gefallen hat.
    Das Cover des Buches finde ich übrigens sehr interessant. :-)
    Total schade, dass du zu Josh keine größere Bindung aufbauen konntest, aber manchmal ist das einfach so. Dabei wünscht man sich während des Lesens so sehr, dass es anders sein möge.
    Wirst du das nächste Buch des Autors lesen?

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hallo Lieblings-Sandra <3,

      ich fand es auch schade, dass die Idee der Story nicht ganz so bei mir gezündet hat. Die Botschaften innerhalb der Geschichte passen, aber, wie erwähnt, fehlte mir die Bindung zu den Charakteren.

      Ob ich ein weiteres Buch von ihm lesen werde, kommt auf die Geschichte an. Ausschließen kann ich es nicht :)

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  2. Hallo Uwe,

    schade, dass es dir nicht ganz so gut gefallen hat. Ich finde den Buchtitel recht witzig - das hat etwas.

    Liebe Grüße & schönen Sonntag,
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      der Titel und auch das Cover sind wirklich witzig. Da mir die Magellan Titel bisher alle recht gut gefallen haben, wollte ich auch, dass es bei diesem Buch so ist. Aber leider wollte der Funke dieses Mal nicht überspringen.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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