Freitag, 3. Juni 2016

Rezension - Der Sterbeschlamassel von Anette Kannenberg


Titel: Der Sterbeschlamassel
Autor: Anette Kannenberg
Verlag: Selfpublisher
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 310
ISBN: 978-1514262177
Preis:  11,90 €

Quelle des Covers: Homepage Anette Kannenberg



Séamus, Sohn des berühmten Wissenschaftlers Murray, beschließt sein Medizinstudium abzubrechen und sich stattdessen lieber dem Schreiben zu widmen. Er träumt davon ein berühmter Schriftsteller zu werden. Deshalb zieht er sich aufs Land und in das Haus seiner Großeltern zurück. Beflügelt wird seine Fantasie dabei auch durch das eigentümliche und leicht gespenstische Haus. Doch sind all seine Hirngespinste nur diesem Haus und dem Ort zuzuschreiben? Was hat es mit seiner verschrobenen Nachbarin auf sich? Völlig aus der Bahn wirft Séamus eine Begegnung mit dem Geist seines Vaters. Ab da wird sein Leben gehörig durchgeschüttelt. Zur Seite steht ihm seine beste Freundin und Nachbarin Liz, die dank Esoterik mit dem Geist von Murray Kontakt aufnehmen will.

Eine überaus witzige, abgedrehte und im wahrsten Sinne des Wortes energiegeladene Geschichte über Geister, Dämonen, dem Leben nach dem Tod kombiniert mit dem genialen Schreibstil von Anette Kannenberg beginnt...


Schon mit Ihrem Debütroman "Das Mondmalheur" konnte mich Anette begeistern und zum Lachen bringen. Ich mag Ihren abgedrehten, leicht esoterischen und mit wissenschaftlichen Hintergründen gespickten Schreibstil. Daher war ich sehr gespannt auf den 2. Teil des Dododilemmas.

Die Geschichte spielt ca. 3 Monate nachdem Murray und Wichgreve die Welt vor dem Untergang bewahrt haben. Séamus, der eigentlich ein Klon von Murray ist, möchte lieber ein eigenständiges Leben führen und beschließt, sein Medizinstudium abzubrechen. Denn er träumt davon Schriftsteller zu werden. Séamus ist ein herzensguter, leicht einfältiger junger Mann, der nicht wirklich viel mit seinem "Vater" gemein hat. Auch das wissenschaftliche Knowhow sowie den Ehrgeiz sich dafür zu interessieren gehen ihm völlig ab. Seine Charakterdarstellung hat mir sehr gut gefallen.

Auch seine beste Freundin und Nachbarin Liz ist ein toller Charakter. Dank ihrer Hingabe zum Übersinnlichen und Esoterischen ist sie Séamus zwar eine Hilfe, bringt ihn aber doch das eine oder andere Mal in gewisse Verlegenheiten. Einfach nur herrlich zu lesen.

Auch meine beiden absoluten Lieblingsfiguren Murray und Wichgreve dürfen hier natürlich nicht fehlen. Obwohl Sie mit ihrer Tat die Erde vor der Vernichtung gerettet haben, wachen beide im Jenseits auf. Beide können dies nicht glauben und versuchen daher alles daranzusetzen, wieder in unsere Welt zu gelangen. Dass dadurch das Chaos vorprogrammiert ist, dürfte jedem klar sein.

Viel mehr möchte ich euch über die Geschichte nicht erzählen, denn diese müsst Ihr einfach selbst gelesen haben!


Mit "Der Sterbeschlamassel" ist der lieben und leicht verrückten Anette Kannenberg ein, wie ich finde, gelungener 2. Teil des Dododilemmas gelungen. 

Ich mag es, wie Anette ihre Charaktere darstellt und mit ihrer für sich sehr eigentümlichen Art und Weise diesen Leben einhaucht. Auch wenn der eine oder andere leicht überdreht wirken mag, passt er doch wunderbar zur Geschichte. 

Dieser 2. Teil ist eine lustige, skurrile und etwas andere Geschichte über das Leben nach dem Tod und einem Humor der besonderen Art und vergebe dieser Geschichte 4 Nosinggläser.

Vielen Dank an dich, liebe Anette, für das Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Hallo Uwe,

    sehr schön, wie du Anettes Stil beschreibst. Allein wenn ich daran denke, muss ich gleich wieder schmunzeln.

    Und diese abgedrehten Ideen kann man ohnehin nicht in Worte fassen. :-D

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      ja da kann ich dir nur zustimmen und von den abgedrehten Ideen in diesem Teil hätte ich so gerne mehr verraten :D aber das wären Spoiler ohne Ende geworden und das wollen wir ja nicht !!!

      Danke für deine lieben Worte und ganz liebe Grüße,
      Uwe

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