Freitag, 20. Juli 2018

Rezension - Bernsteinstaub von Mechthild Gläser

Titel: Bernsteinstaub
Verlag: Loewe
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 400
ISBN: 978-3-7855-8860-4
Preis: 19,95 €

Quelle des Covers: Loewe Verlag


Ophelia lebt zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Stiefbruder in Berlin. Ihr Leben wurde seit dem Tod ihres Vaters vor acht Jahren nicht gerade leichter und als sie beginnt Sand zu sehen, der wie ein Rinnsal auf sie zuläuft, vermutet sie, dass sie nun verrückt wird. Während einer Diskussion mit ihrer Mutter in der Küche beginnt plötzlich überall grauer Sand zu rieseln und Ophelia versteht die Welt nicht mehr.

Doch ihre Mutter reagiert völlig gelassen und greift zum Handy und ruft die Großtante in Paris an. Als Tante und Onkel kurze Zeit später in Berlin eintreffen und Ophelia mit auf eine Fahrt durch die Kanalisation bis nach Paris mitnehmen, zweifelt sie immer mehr an ihrem Verstand. 

In Paris erfährt Ophelia endlich, was mit ihr nicht stimmt und sie dank einer Gabe, die Zeit sehen und auch die Zeitströme beeinflussen kann. Als immer mehr seltsame Vorkommnisse auf der Welt geschehen, versuchen der etwas seltsam anmutende Leander, Ophelia sowie Grete und Darius hinter das Geheimnis zu gelangen.


Ich muss glaube ich nicht mehr erwähnen, dass ich Geschichten über die Zeit und allem, was damit in Zusammenhang steht, sehr gerne lese. Deshalb war ich auch sofort davon angetan, als ich von Bernsteinstaub von Mechthild Gläser erfuhr.

Die Geschichte liest sich, dank des wunderbaren und bildlichen Schreibstils der Autorin sowie dem spanndenen und sehr interessanten Plot recht zügig. Ohne große Einleitung wird der Leser mehr oder weniger sofort in die Handlung hineingeworfen und rätselt gemeinsam mit Ophelia, was es mit diesem grauen Sand, den sie neuerdings überall sieht, auf sich hat. Gerade diese Idee des Sandes und der Zeitströme sowie das Reisen in Booten, die durch den Sand wie auf einem Fluß fahren, konnte mich begeistern.

Ophelia ist ein Mädchen im Teeanageralter. Vor acht Jahren hat sie bei einem Autounfall, in dem sie selbst im Fahrzeug gesessen hatte, ihren Vater verloren. Noch immer vermisst sie ihn sehr und ist davon überzeugt, dass bei diesem Unfall nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Doch niemand will ihr glauben. Da sie noch immer nach Hinweisen sucht, ist das Verhältnis zu ihrer Mutter und älteren Schwester Grete, die in Paris auf eine Musikschule geht, sehr schwierig. Als Ophelia immer häufiger den grauen Sand in ihrer Nähe sieht, beginnt sie zu glauben, dass sie verrückt wird. Als bei einem Streit mit ihrer Mutter überall Sand sichtbar wird, reagiert die Mutter völlig nüchtern und ruft die Großtante in Paris an. Ophelia versteht die Welt und erst recht ihre Mutter nicht mehr.

Kurzerhand findet sie sich in der Kanalisation auf einer Barke fahrend in einem Sandfluß wider, mit dem Ziel Paris. Was geschieht nur mit ihr und was hat es mit diesem ganzen Sand auf sich?

Ophelia machte es mir zu Beginn nicht ganz einfach, sie zu mögen, da ich sie als leicht egoistisch empfand. Doch im weiteren Verlauf der Story legte sich bei mir dieses Gefühl und als sich ihre Fragen beantworteten, regte sich ihr Mut und Gerechtigkeitssinn, was mir sehr gut gefiel.

Ihre Schwester Grete konnte mich nicht für sich einnehmen, da sie sehr herablassend gegenüber Ophelia war. Obwohl sie die Ältere ist, kam sie mir leicht unreif vor. Zu gute halten muss man ihr jedoch, dass sie ein großes Ziel verfolgt und alles dafür tun würde. Trotzdem fehlte mir die Geschwisterliebe.

Leander widerum mochte ich. Seine Gabe ist sehr belastend für ihn und ich konnte daher sein Handeln mehr als verstehen und nachvollziehen. Ich hätte genauso gehandelt, wäre ich an seiner Stelle gewesen. Das Zusammenspiel zwischen ihm und Ophelia gefiel mir ebenfalls.

Auf Grund des vorangeschrittenen Alters des Herrn der Zeit, ist es Tradition, dass innerhalb der vier Familien die jüngsten Nachkommen am sogenannten "Bernsteinturnier" teilnehmen. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird die Pflichten des Herrn der Zeit übernehmen, dem eine äußerst wichtige Aufgabe zuteil wird. Als wäre dieses Turnier nicht schon schwierig genug, müssen zudem Leander, Ophelia, Grete und Darius die durcheinander geratenen Zeitströme wieder in Ordnung bringen.



Äußerst gespannt verfolgte ich den Wettstreit sowie die Reise der vier um die Welt, hoffte und bangte mit ihnen, ob es ihnen gelingen würde, die ihnen gestellten Aufgaben zu bewältigen.


Bernsteinstaub von Mechthild Gläser (Loewe) konnte mich mit der tollen Idee und dem bildlichen Schreibstil fast restlos begeistern. Die Geschichte ist spannend und fesselt den Leser regelrecht an die Seiten. 

Gerade die interessante Geschichte um die Themen wie den Wunsch nach Unsterblichkeit, Kontrolle der Zeit und so eventuell den Kreislauf der Welt zu bestimmen, finde ich mehr als gelungen, weshalb ich sehr gute 4,5 von 5 Nosinggläser vergebe.










Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Kommentare:

  1. Huhu Lieblings-Uwe, <3

    ich habe fast nichts anderes erwartet als diese super tolle Bewertung. Kannst du sagen was der Grund war, warum du nicht die volle Anzahl Nosinggläser gegeben hast?

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hallo Lieblings-Sandra <3,

      nach allem, was du durch unsere Blogtour erfahren hast, war mir deine Vorfreude auf das Buch mehr als klar :)

      Den Grund für den kleinen Abzug, kann ich hier leider nicht nennen, da ich sonst spoilern müsste. Am besten ist es, wenn wir uns darüber unterhalten, wenn du es gelesen hast.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  2. Hallo Uwe,
    ihr habt mich ja schon mit eurer Blogtour sehr neugierig auf das Buch gemacht. Durch die einzelnen Beiträge habe ich die Charaktere auch schon besser kennengelernt. Leander empfand ich auch als einen sehr interessanten Charakter, zumal er auch solch eine Last auf seinen Schultern trägt.

    Ich freue mich, dass du so eine schöne Lesezeit mit dem Buch hattest. Eine sehr schöne Rezension <3

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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    1. Hallo Tanja,

      es freut mich sehr, dass wir dich durch unsere Blogtour und auch durch meine Rezi auf das Buch neugierig machen konnten. Ich bin mir sehr sicher, das es dir gefallen wird und bedanke mich für deine lieben Worte.

      Liebste Grüße,
      Uwe

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  3. Huhu Uwe,
    danke für deine schöne Rezension. Mich hat das Buch auch direkt gelockt und jetzt lese ich es auch gerade. Bin aber noch nicht allzu weit, sodass ich sehr gespannt, wie es weitergehen wird!Den Anfang fand ich sehr überstürzt und nicht so gelungen, aber jetzt wird es gerade besser.
    Liebe Grüße, Petra

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    1. Hallo Petra,

      sehr gerne und dann hoffe ich, das es dir auch gefallen wird. Ich freue mich schon auf deine Rezi.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  4. Huhu Schnuffi, <3

    zu unserem Buch muss ich ja eigentlich gar nichts mehr sagen, außer dass ich ganz deiner Meinung bin und es auch großartig finde. :) Mechthild Gläser kann es eben einfach. Ihre Ideen sind immer so besonders und somit sind auch ihre Geschichten immer alles andere als Main-Stream, das mag ich unter anderem daran so gerne! Auch die Charaktere muss man einfach immer ins Herz schließen, zumindest die Protas!

    Drück dich, Küsschen,
    Ally

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    1. Hallo Prinzessin <3,

      schön, dass wir mal wieder bei einem Buch völlig einer Meinung sind. Bei ein paar der letzten Bücher hatten wir kleinere Unterschiede festgestellt.

      Die Ideen von Mechthild Gläser gefallen mir auch immer sehr und ich freue mich schon auf die Lesung am 03.08. bei der Fantasy-Lesenacht.

      Drück dich, Küsschen,
      Uwe

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  5. Hallo lieber Uwe,

    das Buch dürfte schon bei mir einziehen und ich mag Geschichten rund um die Zeit auch sehr gerne. Ich musste gerade schmunzeln, weil mein Freund Darius heißt, das ist dann irgendwie merkwürdig, wenn das ein Buchcharakter ist :-D

    Liebe Grüße
    Desiree

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    1. Hallo Desiree,

      das freut mich, dass das Buch bereits bei dir eingezogen ist :) Und was Geschichten rund um die Zeit angeht, haben wir ja etwas gemeinsam ;)

      Das dein Freund wie einer der Charaktere heißt finde ich lustig und kann bestimmt merkwürdig sein.

      Liebe Grüße,
      Uwe

      PS: Sehen wir uns vielleicht heute Abend auf der Fantasylesung in Ginsheim?

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  6. Hallo Uwe,

    das hört sich ja toll an!
    Das Cover hat mich schon gleich angesprochen, aber ich hatte es mir nicht näher angesehen.
    Ich liebe ja Geschichten um die Zeit.
    Eine tolle Rezension. Also das Buch muss ich auf jeden Fall lesen!

    Liebe Grüße
    Petrissa

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    1. Hallo Petrissa,

      es freut mich, dass dir meine Rezi gefällt und ich finde auch, dass du das Buch lesen solltest ;)

      Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Lesen und freue mich auf deine Meinung.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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Ich danke dir für deinen Besuch und würde mich über einen Kommentar freuen.


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