Donnerstag, 28. Mai 2015

Blogtour zu "Die Spur der Tränen" von Mark Neustädter

Hallo meine Lieben!

Nachdem wir gestern auf dem Blog der lieben Michelle von Licentia poetica vieles über die Bienen erfahren haben, dreht sich bei mir heute alles um das Thema Honig.

(c) Cover by Oliver Kern

Über seine Entstehung, die Namensherkunft, die Gewinnung und Sortenvielfalt sowie die Wirkung auf uns Menschen.

Habt Ihr Lust?



Termine und Übersicht der Themen und Teilnehmer:

25.5. Autorenvorstellung (Nadine)
26.5. Entstehung des Romans/Schauplätze (Melissa)
27.5. 
Bienensterben und was das für den Menschen bedeutet... (Michelle)
28.5. Honig - Entstehung etc. (Uwe)
29.5. 
Zusammenfassung Rezensionen/Leseeindrücke (Anka)


Entstehung des Honigs:


Saugende Honigbiene - Quelle: Wikipedia
Ganz allgemein betrachtet, entsteht der Honig durch die Aufnahme der Bienen, die verschiedene Nektariensäfte oder auch andere süße Säfte an Pflanzen aufnehmen, mit körpereigenen Enzymen/Stoffen vermischen und in den uns bekannten Waben einlagern. Der Hauptanteil des Honigs besteht aus dem Nektar der Blütenpflanzen. Allerdings gibt es noch eine weitere Quelle (hauptsächlich in gemäßigten Klimaregionen unserer Erde) durch Aufnahme von verschiedenen Rinden- und Schildläusen hinzu und es entsteht der sogenannte Honigtau. Als Aufnahme dient der Biene Ihr Rüssel für die süßen Säfte, die in der "Honigblase" gesammelt und zum Bienenstock transportiert werden. Dort angekommen übergeben die Bienen den Nektar an die "Stockbienen". Durch das mehrfache umtragen/transportieren des Nektars gelangen Enzyme, Säuren und andere Eiweiße aus den Bienen hinein. Ebenfalls bewirkt dieser mehrmalige Transport, dass der Nektar dadurch eindickt und das Wachstum von Hefen und Bakterien gehemmt wird. Ebenso wird durch die Weitergabe des Nektars der Wassergehalt reduziert. Dies geschieht, in dem die Bienen einen Tropfen des Nektars mehrfach herauslassen und wieder einsaugen (klingt nicht gerade appetitlich *lach* ).



Bienen auf teilweise
verdeckelten Waben
Quelle: Wikipedia
Ab einem Wassergehalt von ca. 30-40% wird dann der Nektar im Brutnest in leere Wabenzellen eingebracht, allerdings werden diese nicht vollständig gefüllt, da so eine größere Verdunstungsfläche entsteht. Die restliche Feuchtigkeit wird dann unter zufächeln von Luft mit den Flügeln erzeugt und beschleunigt so den Wasserentzug. Erst ab einem Wassergehalt von ca. 18-20% und weniger ist der Trocknungsvorgang abgeschlossen. Die fast fertige Honigmasse wird dann nochmals in sogenannte Lagerzellen über dem Brutnest eingelagert und mit einer luftundurchlässigen Wachsschicht überzogen. Imker bezeichen diesen Vorgang als "Verdeckeln", welches ein deutliches Zeichen ist, dass der Honig reif ist. Da der Honig auch zur Ernährung des Bienenstocks dient, muss eine ausreichende Menge pro Zeiteinheit von den Sammelbienen in den Bienenstock gebracht werden, da sonst die Aufzucht der Brut nicht möglich ist.


Namensherkunft:

Das deutsche Wort Honig stammt von einem alten idogermanischen Begriff ab, der ihn der Farbe nach als den "goldfarbenen" bezeichnet. Im Althochdeutschen hieß er honag nebst Varianten. In den germanischen Sprachen gibt es verwandte Namen, wie z. B. englisch honey, schwedisch honung, dänisch honning oder niederländisch honing.


(Auszug aus Wikipedia)


Gewinnung & Honigarten:

Unser Honig, den wir zum Frühstück oder auch bei Dressings von Salaten usw. verwenden, wird durch die Imker gewonnen. Hier gibt es verschiedene Arten, wie man den Honig "erntet", wie z. B. "Scheibenhonig" "Press- oder Stampfhonig", aber überwiegend wird der Honig mit einer speziellen Zentrifuge, auch "Schleuderhonig" genannt, aus den Waben entnommen.
  
Honigschleuder mit Bienenwaben im Schleuderkorb;ausgeschleuderter Honig läuft durch ein Sieb
in den Honigkübel - Quelle: Wikipedia



Um die Inhaltsstoffe im Honig nicht zu verlieren, sollte dieser möglichst nicht über 40°C erwärmt werden. Am besten bewahrt man den Honig an einem kühlen Ort auf. Sein Aroma bekommt der Honig durch den Nektar welcher als Massentracht dominiert und durch das "Beitrachten" seine besondere Geschmacksnote verliehen bekommt.

Am bekanntesten sind die Sorten "Blüten-, Raps- Akazien- oder Kleehonig". Aber auch Sorten wie "Sonnenblumen-, Löwenzahn- oder Lavendelhonig" gibt es.


Wirkung auf den Menschen:


Blüte eines Manuka-Baums
Quelle: Wikipedia
Honig wird sehr häufig in der Naturheilkunde als Apitherapie als Heilmittel gegeben. Nach geltendem deutschem Recht ist es verboten, mit Honig als Heilmittel zu werben oder gar zu bezeichnen. Honig kann bei Schwellungen, erhöhter Temperatur und lokalem Schmerz verabreicht werden, da er als leicht entzündungshemmend wirkt. Auch kann er als Wundauflage verwendet werden, was ich so bisher noch nicht wusste, da er leicht antiseptisch wirkt und hilft, totes Gewebe in der Wunde besser abzubauen. Sehr hervorgehoben werden muss hier der Manuka Honig aus Neuseeland. 

Aber der Honig kann auch krank bzw. tödlich sein. Denn Honig dürfen Eltern weder Ihren Säuglingen noch Kleinkindern bis zu einem Jahr (egal in welcher Form) geben, da die im Honig enthaltenen Bakterien und Keime dem Baby/Kleinkind schaden und ein "Säuglingsbotulismus" verursachen kann. Sachen gibts ! Mein geliebter Honig, der so viele Möglichkeiten bietet und gleichzeitig gefährlich sein kann.

Bisher hatte ich mich mit dem Thema Honig gar nicht so groß beschäftigt, aber es ist ein sehr interessantes Thema, und da ich Honig sehr mag, egal ob als Brotaufstrich (hier am liebsten die Sorten "Wildblüten- oder Gebirgsblütenhonig") oder als Beigabe in Salatdressings oder für Marinaden zum Grillen, hat es mir sehr viel Spaß gemacht, dies für euch zu recherchieren.

Was sind eure Lieblingssorten und mögt Ihr Honig überhaupt?

Morgen endet leider schon unsere Blogtour und wir machen Halt bei Ankas Geblubber. Anka wird uns eine Zusammenfassung sowie unsere Leseeindrücke zu diesem Buch näher bringen.

Liebe Grüße,
Uwe

Kommentare:

  1. Hallo und guten Tag,

    ja, ich verwendet Honig zum Süßen von Tee, weil ich ihn viel besser/gesünder als normalen Zucker finde.

    Und sonst fürs Brot mag ich gerne Kleehonig, denn der ist dickflüssiger und bleibt somit gut am Brot haften.

    Danke für diesen aufschlussreichen und informativen Beitrag heute...LG..Karin..

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    1. Hallo Karin,

      dankeschön für deinen Kommentar. Kleehonig mag meine Frau auch sehr gerne :) und dein Argument bzgl. dem "haften" stimmt. Der "normale Honig" läuft immer weg ...

      Es freut mich, dass dir mein Beitrag gefallen hat.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  2. Wow, Uwe! Was für ein toller, informativer Beitrag! Ich bin begeistert!

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    1. Hallo Anka! <3

      Dankeschön, dass freut mich sehr

      Drück dich,
      Uwe

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