Sonntag, 8. Januar 2017

Rezension - Weisses Gold - Im Sog der Gier von Ute Bareiss


Titel: Weisses Gold - Im Sog der Gier
Autor: Ute Bareiss
Verlag: Kieselsteiner
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 580
ISBN: 978-3-945313-97-8
Preis: 11,90 €
Quelle des Fotos: Homepage Ute Bareiss


Der Meeresbiologe Alex Martin arbeitet für eine Naturschutzbehörde in Thailand. Durch seinen Freund Jaidee, der Polizist ist, erfährt Alex, dass dieser gerade gegen eine kriminelle Organisation ermittelt, die im großen Stil Elfenbein schmuggelt. Als Jaidee´s Familie bedroht und sein Partner tot aufgefunden wird, hilft Alex seinem Freund und versteckt dessen Familie auf einer abgelegenen Insel. Gemeinsam wollen sie den Gangstern das Handwerk legen. Die Spur führt die beiden unter anderem ins Rotlicht-Milieu von Phuket und sogar über die Grenzen hinaus bis nach China. Dabei kämpfen sie nicht nur gegen eine scheinbar übermächtige Vereinigung, sondern auch gegen Korruption in den eigenen Reihen. Können die beiden das Geschäft mit dem "weißen Gold" verhindern und die Bosse dingfest machen?


Bereits ihr Debütroman "Roter Ozean - Im Fahrwasser der Macht" (Rezension) rund um den Meeresbiologen Alex Martin konnte mich begeistern. Auch mit dem 2. Band "Weißes Gold - Im Sog der Gier" schaffte Ute Bareiss dieses wieder. 

In diesem Buch passiert so vieles, was ich euch gerne erzählen möchte, es aber leider nicht kann, da es euch spoilern würde. Deshalb versuche ich meine Rezension so allgemein wie möglich zu halten.

Ute Bareiss hat in ihrem zweiten Thriller eine Thematik gewählt, die mich sehr wütend gemacht hat, denn es geht um Wilderei und um den illegalen Handel mit Elfenbein. Im großen Stil werden in Afrika die Elefanten nach wie vor getötet und dies rein aus Profitgier. Ich kann nicht verstehen, wie Menschen dazu in der Lage sind! Ich finde es gut, dass dieses Thema zur Sprache gebracht wird und wir darauf aufmerksam gemacht werden.

Besonders hervorzuheben ist hier zum einen die gute Recherchearbeit und auch die Beschreibung der Gegend rund um Phuket und dessen Inseln. Auch wenn ich noch nicht dort war, fühlte ich mich beim Lesen, als wäre ich vor Ort. Hier spürt man die Erfahrungen der Weltumseglerin, denn die Autorin war an den beschriebenen Orten schon selbst.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Alex erzählt und der Leser befindet sich immer an vorderster Front, was mir gut gefallen hat. Auch erfahren wir mehr über die Person Alex, seine Vergangenheit und warum es ihn nach Thailand verschlagen hat. Auch wenn er in erster Linie Meeresbiologe ist, kann er das Ermitteln nicht lassen und begibt sich somit immer wieder in Gefahr. Zur Seite steht ihm hier sein Freund Walther, der ihn mit seinen Computerkenntnissen behilflich ist und einem Abenteuer nie abgeneigt ist.
 

Es war toll, wieder an der Seite von Alex zu sein, gerade weil er nicht der typische Ermittler/Cop ist. Er handelt oft aus einem Bauchgefühl heraus, auch wenn ihn dies des Öftern in brenzlige Situationen bringt. Dabei nutzt er sein ihm zur Verfügung stehendes Netzwerk von Freunden, wie z. B. Walther.

Die Story ist in drei Handlungsstränge aufgegliedert, so befindet sich der Leser zum einen natürlich in Thailand bei Alex, aber auch in Afrika und erfährt, wie brutal die Wilderer vorgehen und begleitet eine neu gegründete Task Force, die gegen die Tiermörder ermittelt. Der dritte Handlungsstrang verschlägt uns nach China zu einem jungen Mann. Gerade diese Konstellationen machen die Geschichte so spannend und fesselnd. So fieberte und grübelte ich mit Alex, wie alles zusammen gehört und wer hinter dem Ganzen steckt.


Ein sehr gut recherchierter Thriller, der unter die Haut geht. Eine spannende und fesselnde Geschichte, die einen nicht mehr los lässt. Dabei regt diese Thematik sehr zum Nachdenken an und hat mich sehr wütend gemacht. Ich kann solche Menschen, die Tiere aus Habgier töten, einfach nicht verstehen!!!
 

Kommentare:

  1. Huhu Schnuffi <3

    Utes Buch klingt wirklich gut und spannend. Ich glaube, ich würde Alex auch sehr gerne mögen, da er sich nach einem echt tollen Typen, der das Herz auf dem rechten Fleck hat, anhört. Die Thematik an sich ist wirklich grausam und ich finde es auch gut, dass Ute diese für "Weises Gold" gewählt hat.

    Küsschen, drück dich,
    Ally

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    1. Hallo Prinzessin <3,

      ich danke dir und ja, Alex würde dir als Protagonist wirklich gefallen, denn wie du schon geschrieben hast, hat er das Herz auf den rechten Fleck.

      Was die Thematik angeht, ist diese wirklich grausam und wichtig zu erwähnen bzw. zu behandeln.

      Küsschen, drück dich,
      Uwe

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  2. Oh, vielen lieben Dank! Ich freue mich sehr! <3

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    1. Hallo Ute,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar und sehr gerne <3.

      Gruß Uwe

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  3. Hallo Uwe!

    Diese Wut während des Lesens kenn ich auch sehr gut. Erschreckend, dass es nicht nur Fiktion ist...

    Ich bin gespannt womit Ute uns im nächsten Roman wieder mitreißen wird!

    Ganz liebe Grüße!
    Eva

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    1. Hallo Eva,

      ja, leider ist es keine Fiktion und gerade das macht mich sehr wütend !!!!

      Darauf bin ich auch schon sehr gespannt :)

      Liebste Grüße,
      Uwe

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