Dienstag, 27. Juni 2017

Rezension - Ready Player One von Ernest Cline

 

Titel: Ready Player One
Autor: Ernest Cline
Übersetzer: Sara & Hannes Riffel
Verlag: Fischer Tor
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 544
ISBN: 978-3-596-29659-0
Preis: 9,99 €

Quelle des Covers: Fischer Tor







Es ist das Jahr 2044 - ein großer Teil der Menschen lebt in Armut. Die Erdölvorkommen sind aufgebraucht und es gibt so gut wie keine Jobs mehr. Das Leben, wie wir es heute kennen, gibt es kaum noch. Die hohe Arbeitslosigkeit und so gut wie keine Hoffnung lassen die Menschen in eine virtuelle Welt, genannt OASIS, flüchten. Alles findet online statt, während der Körper durch Maschinen überwacht und am Leben gehalten wird. Kinder gehen dort zur Schule, man arbeitet virtuell oder lebt komplett darin. Man kann sich sogar eine der vielen Welten aussuchen, in der man leben möchte.

Erschaffen wurde dieses Universum von einem exzentrischen Mann, namens James Halliday, der nach seinem Tod zu einer virtuellen Schnitzeljagd über seinen Besitz aufruft. Löst man die gestellten Rätsel und folgt dem Weg bis zum Ende, so soll der Sieger das ganze Vermögen, ca. 240 Milliarden Dollar, erben. Lange Zeit kann niemand die erste Aufgabe knacken. Als Wade, ein armer Junge aus Oklahoma, schließlich den entscheidenden Hinweis zur Lösung findet, wird er über Nacht plötzlich zum Gejagten.



Ready Player One von Ernest Cline ist eine Reise zurück in die 80er Jahre und somit auch eine Reise in meine Kindheit. Es waren die Anfänge der Computerspiele, die Zeit der Proleten mit langen Haaren und/oder grellen Jogginganzügen, der Punks sowie die Zeit von erfolgreichen Bands, wie KISS, Bon Jovi und Guns´N´Roses, um nur ein paar aufzuzählen. Vieles davon findet man auch in diesem Buch wieder, was mich während dem Lesen in Erinnerungen hat schwelgen lassen. Dabei inszeniert Ernest Cline, durch zur Hilfenahme von Musiktiteln und vielen verschiedenen Computerspielen, eine wahres Kopfkino und dabei darf natürlich die Action nicht zu kurz kommen.

Zunächst führt uns der Autor mit vielen Hinweisen und Erklärungen in die Geschichte ein. Dies empfand ich als recht trocken und ich hoffte, dass es Ernest Cline gelingen würde, die Handlung mit etwas mehr Leben zu füllen. Zwar gelang dies dem Autor, jedoch nahm die Story erst etwas mehr Schwung auf, als Wade den entscheidenden Hinweis findet und die erste Aufgabe entschlüsselt hatte. Über Nacht steht auf dem Scoreboard nicht mehr der Name von James Halliday, dem Erfinder von OASIS, sondern sein Avatarname Parzival.

Wade ist ein junger Mann, der in ärmlichen Verhältnissen lebt, bei seiner Tante wohnt und insgesamt kein einfaches Leben hat. Zwar hat er so gut wie keine Perspektiven, aber er kennt sich super mit Computern, Spielen, Musik und Filmen aus, was ihm auf der Suche sehr hilfreich ist. Daher stand für ihn schnell fest, dass er ein Jäger wird, um das Rätsel von James Halliday zu lösen. Wade war mir mit seiner lockeren Art und seinem Hobby, dem Zocken von Videospielen, gleich sympathisch.

Auch Aech ist ein solcher Jäger und wenn man so will, Wades bester und einziger Freund. Sein Humor ist klasse und ich war überrascht, als im späteren Verlauf aufgelöst wurde, wer hinter diesem Avatar steckt. 

Art3mis kam mir zu Beginn etwas arrogant und herablassend vor. Aber mit dem weiteren Voranschreiten der Story, mochte ich sie dann mehr und mehr, auch weil der Leser ein paar Hintergründe erfährt, warum sie sich so verhält.

Gemeinsam mit Aech und später auch mit Art3mis versucht Parzival hinter die Geheimnisse der anderen beiden Rätseln zu gelangen. Die Aussicht auf das große Vermögen lockt immer mehr Jäger an und so entbrennt ein Wettrennen unter allen Jägern sowie den Sechsern, einer Gemeinschaft hinter der sich die Firma Innovative Online Industries, kurz IOI, verbirgt. 

Gerade dieser Wettstreit sowie der bildliche Schreibstil ließen mich von nun an nur so durch die Seiten fliegen. Mit allen erdenklichen Mitteln versuchen Parzival, Aech und Art3mis zu verhindern, dass die Sechser und IOI gewinnen. Denn das wäre das Ende der virtuellen Welt. Das Ganze gleicht einem schier ausweglosen Unterfangen und nur durch eine sehr waghalsige Aktion Parzivals, gibt es überhaupt noch Hoffnung. 

So kommt es vor dem letzten Tor und zugleich dem Endspiel zu einer wahrhaft galaktischen Schlacht.


Mit Ready Player One ist Ernest Cline eine wahre Zeitreise zurück in die 80er Jahre, den Anfängen der Computerspiele und des Internets, gelungen. Verpackt ist die Geschichte in einer spannende und miträtselte virtuellen Welt, die auf Grund der heute technischen Möglichkeiten, keine Utopie mehr ist.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne mal Spiele zockt, Star Wars liebt und gerade mit den Eingangs erwähnten typischen Begriffen rund um die 80er Jahre etwas anfangen kann. Gute 4 von 5 Nosinggläser.

Kommentare:

  1. Huhu Schnuffi, <3

    das Buch klingt wirklich cool vor allem auch die quasi Zeitreise in die 80er und natürlich das ganze Thema rund um das Zocken und das Rätseln etc. Eine wirklich tolle Rezi, die wirklich neugierig macht :)

    Drück dich, Küsschen,
    Ally

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    1. Hi Prinzessin <3,

      ja das ist es und während dem Lesen fühlte ich mich regelrecht in die 80er Jahre zurückversetzt und wer gerne mal von Zeit zu Zeit spiele zockt und generell mit Computerspielen sich auskennt, wird seine Freude daran haben. Darüber hinaus kommt die Action und Spannung auch nicht zu kurz :)

      Ich danke dir.

      Drück dich, Küsschen,
      Uwe

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  2. Hallo Uwe,

    na das klingt doch abgefahren! XD Die 80er lassen grüßen, das merke ich mir auf jeden Fall. Von der Ausgangssituation her musste ich an die Sage um das Schwert Excalibur denken - gestanden Ritter konnten es nicht aus dem Brunnen ziehen, der kleine, magere Junge namens Artus hat es geschafft.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      oh ja, die lassen wirklich grüßen und die Geschichte ist echt gut geschrieben, auch wenn der Einstieg etwas nüchtern war. Und ja, jetzt wo du es geschrieben hast ... :D

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  3. Guten Morgen!

    Das Buch hab ich ja jetzt schon eine Weile auf meiner Wunschliste - und deine Rezi klingt so, als sollte ich mir das Buch doch endlich mal zulegen! Ich bin ja ein "Kind der 80er Jahre" *lach* Was für eine kuriose Zeit xD
    Jedenfalls hört es sich sehr spannend an und dank deiner Rezi freu ich mich jetzt noch mehr drauf :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hi Alex,

      oh ja, das waren echt kuriose Zeiten (wir werden alt :P) und es freut mich, dass das Buch auf deiner WuLi steht und bin auf deine Meinung gespannt.

      Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Spaß, wenn es bei dir eingezogen ist.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  4. Huhu Lieblings-Uwe, <3

    du hattest mir ja schon von dem etwas trockenen Einstieg berichtet. Zum Glück hat sich das nicht durch das ganze Buch durchgezogen. Zwar kann ich mit den 80er Jahren nicht so viel anfangen, aber der ganze Rest des Buches interessiert mich total.

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hi Lieblings-Sandra <3,

      ja, davon hatte ich dir berichtet und ich bin auch froh, dass der Autor noch die Kurve bekommen hat ;) Du kannst das Buch auch lesen, wenn du die 80er nicht erlebt hast :P ;) und ich bin gespannt, wie es dir gefallen würde.

      Mal sehen, ob du es dir kaufen wirst :)

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  5. Hallo Uwe,

    das klingt ja, als müsste man einfach nur ein bisschen am Anfang durchhalten. ;) Ich habe bisher auch nur gutes von dem Buch gehört und hoffe, dass ich es spätestens im Urlaub nächsten Monat von meinem SuB befreien kann.

    Liebe Grüße
    Silke

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    1. Hallo Silke,

      das Durchhalten lohnt sich hier auf jeden Fall und ich bin auf deine Meinung gespannt.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  6. Guten Morgen lieber Uwe,

    auch meine 80er waren recht kurz, aber Musik endet ja nicht mit einem Jahrzehnt, so dass alle von dir genannten Künstler ein Begriff für mich sind. Zumal mein Papa großer Heavy Metal Fan ist. Das Buch lässt mich auch an Tron denken. Danke für den spannenden Einblick. Ich werde es mir auf die Merkliste setzen.
    Einen schönen Sonntag und liebe Grüße Cindy

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    1. Hi Cindy,

      nein, zum Glücke ändet Musik nicht bei einem Jahrzehnt und ich dachte mir schon, das dir die Bands etwas sagen :) Echt, das wusste ich gar nicht und da haben dein Vater und ich ja etwas gemeinsam. Freut mich, dass es auf deiner WuLi gelandet ist.

      Dir eine schöne stressfreie Arbeitswoche.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  7. Hallo Uwe,
    wow, du hattest mich ja schon bei der Einleitung. Das klingt nach einem richtig spannenden und interessanten Plot. Auch mit der Bemerkung über Wades Humor hast du meine Neugierde nochmal geschürt. Das könnte ein Buch für die Wunschliste sein.
    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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    1. Yes Tanja ^^ und du musst mir unbedingt berichten, wie es dir gefallen hat.

      Liebste Grüße,
      Uwe

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