Freitag, 26. Februar 2016

Rezension - Identität unbekannt von Anna Martens


Titel: Identität unbekannt
Autor: Anna Martens
Verlag: Midnight
Ausgabe:Taschenbuch
Seiten: 352
ISBN: 978-3-95819-058-0
Preis: 3,99 €

Quelle des Covers: Midnight



In einem Münchner Vorort wird die Leiche eines 9-jährigen Mädchens in der Nähe eines Gewässers gefunden. Das Kind hat kaum etwas an und wurde nur in eine Decke eingewickelt. Da bei der Leiche keinerlei Papiere gefunden wurden, ist eine Identifizierung nicht möglich. Niemand scheint das Kind zu vermissen und so wendet sich Kommissar Steffen Drews an seine Freundin Claudia Brandes. Diese ist Journalistin und recherchiert unter anderem bei Mordfällen. Durch ihre Berichterstattung erhoffen sich die Polizei und der Kommissar Hinweise aus der Bevölkerung, um das Mädchen zu identifizieren. Bei ihren Recherchen stößt Claudia auf ein Netz aus Gewalt und Lügen. Dabei trägt sie selbst ein Dunkles Geheimnis mit sich...


"Identität unbekannt" ist Anna Martens zweiter Thriller, der bei Midnight erschienen ist. Bereits Ihr Debütroman "Engelsschmerz" (LINK) konnte mich fesseln und begeistern. So war ich gespannt, was es mit "Identität unbekannt" auf sich hat.

Schon der Einstieg in diese Geschichte hat mir gefallen. Wir erhalten einen Einblick in die Gefühlswelt einer Person, von der wir nicht wissen, wer oder was sie ist. Diese Passagen sind vom eigentlichen Text mittels einer anderen Schrift abgesetzt und befinden sich immer wieder zwischen der eigentlichen Geschichte. Das hat mir gefallen, da ich miträtselte, um welche Person es sich handeln könnte. Um welche genau, werde ich nicht verraten.

Nach dem kurzen Einblick in die Gedankenwelt dieser Person, lernen wir Claudia Brandes kennen und begleiten Sie ein wenig durch den Morgen. Claudia ist freischaffende Journalistin und bekommt einen Anruf von einem befreundeten Polizisten, der ihr mitteilt, dass in einem Münchner Vorort eine Kinderleiche gefunden wurde. Claudia wittert eine Story und fährt direkt zum Tatort. Dort trifft sie auf ihren Freund, Kommissar Steffen Drews, welcher sie auch sogleich zum Fundort der Leiche bringen lässt. Der Kommissar bittet in diesem Fall um ihre Mithilfe, denn er erhofft sich dank der Berichterstattung von ihr mehr Informationen aus der Bevölkerung.

Beim Anblick der Kinderleiche verschlägt es Claudia die Sprache. Nicht weil sie übel zugerichtet worden wäre, nein viel mehr, weil die Leiche sorgsam in eine Decke gewickelt und die Hände gefaltet wurden. Will der Mörder der Polizei damit etwas mitteilen? 

Trotz Claudias Bericht erhält die Polizei so gut wie keine Hinweise, was den Mord an dem Kind betrifft. Die Ermittlungen geraten ins Stocken und die Staatsanwaltschaft macht bereits Druck auf den Kommissar. Claudia lässt das Schicksal des kleinen Mädchens nicht los und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Durch einen anonymen Telefonanruf einer Frau gerät eine Familie ins Visier ihrer Recherchen. Aber auch ihre eigene dunklere Vergangenheit holt Claudia ein. Hat sie die Kraft dieses durchzustehen? Zur Seite steht ihr ihr Kollege Hendrik und gemeinsam fahren sie in die Nähe von Nürnberg. Werden Sie dort Antworten finden? Kann Claudia ihre Vergangenheit bewältigen oder wird sie davon erdrückt? 

Claudia Brandes hat mir sehr gut gefallen. Denn während ihrer Recherche erfahren wir einiges aus ihrer Vergangenheit und können somit ihre Ängste und Gefühle gegenüber dem getöteten Mädchen besser verstehen. Dies ließ mich auch immer weiter an den Seiten kleben, denn ich wollte wissen, was Claudia und dem Mädchen zugestoßen ist.

Ein weiterer Charakter, der mir gut gefallen hat, ist Henrik. Henrik ist ein warmherziger und charmanter Mann, der Claudia immer zur Seite steht, obwohl er nur ein Kollege ist. Im Laufe der Geschichte wird er eine nicht mehr wegzudenkende Stütze für Claudia.


Anna Martens widmet sich in "Identität unbekannt" einem leider nach wie vor sehr ernsten Thema, nämlich dem des Menschenhandels und des Kindesmissbrauchs. In Ihrer Danksagung schreibt Sie, dass Sie bewusst auf den sexuellen Missbrauch verzichtet hat. Was ich nur begrüßen kann.

In dieser Geschichte steht vorrangig die Ermittlungsarbeit von Claudia im Vordergrund und nicht die der Polizei, was mir ganz gut gefallen hat. Allerdings empfand ich die Geschichte jetzt eher wie einen Krimi den eines Thrillers. Hier hat eindeutig der Thrill gefehlt, was die Geschichte, aber dadurch nicht weniger interessant macht.

Mir hat das Lesen der Geschichte gut gefallen und ich fühlte mich gut unterhalten. Daher vergebe ich 4 Nosinggläser.

Kommentare:

  1. Eine interessante Rezi, dass könnte ein Buch für mich sein.
    Viele Grüße Nisnis

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    1. Hallo Nisnis,

      ich denke auch, dass dir das Buch gefallen würde und danke für deinen lieben Kommentar.

      Schönes Wochenende,
      Uwe

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