Samstag, 20. Februar 2016

Rezension - Schattenschläfer von Paul Finch


Titel: Schattenschläfer
Autor: Paul Finch
Verlag: Piper
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 480
ISBN: 978-3-492-30687-4
Preis: 9,99 €


Übersetzt von: Bärbel & Velten Arnold
Quelle des Cover: Piper



Vor zehn Jahren ermittelten Gemma Piper und Ihr Kollege Mark Heckenburg in einer brutalen Mordserie an jungen Paaren. Bei einem Undercover Einsatz von Piper flieht der mutmassliche Täter schwer verletzt. Da keine Leiche gefunden werden konnte, gingen alle davon aus, dass dieser tot im Moor liegt.


Doch nun kehrt der Killer anscheinend zurück. Denn im Lake District werden zwei jungen Wanderinnen vermisst. Eine Suche nach den beiden ist nur schwer möglich, da ein schier undurchdringlicher Nebel das Tal gefangen hält. Alle Anzeichen deuten daraufhin, dass "Der Fremde" zurückkehrt ist. Wenn du die Melodie von "Strangers in the Night" hörst, ist es um dich geschehen... Er wird dich finden, er versteckt sich im Dunkeln und er tötet brutal und auf grausame Weise. Heckenburg heftet sich gemeinsam mit seiner damaligen Partnerin, Gemma und seiner neuen Kollegin Mary-Ellen an die Fersen des Killers. Doch schon bald muss Heckenburg erkennen, dass sie in einer fast ausweglosen Situation stecken. Denn der Killer scheint ihnen immer zwei Schritte voraus zu sein.


Den neuen Thriller von Paul Finch bekam ich völlig unerwartet vom Piper Verlag zugesandt. Vielen Dank dafür. 

Bisher hatte ich nur Gutes über die Bücher des Autors gehört/gelesen und wollte diesen schon länger ausprobieren. Bei "Schattenschläfer" handelt es sich um den bereits 4. Band der Mark Heckenburg Reihe, wobei man diese völlig unabhängig voneinander lesen kann.

Mich machte der Klappentext und auch die sehr tolle Rezension von Alex Thrillertante (LINK) verdammt neugierig auf die Geschichte, doch ich muss leider sagen, dass ich mich mit dem Buch sehr schwer getan habe.

Zum einen lag es an dem sehr detailreichen Schreibstil des Autors. Es störte mich, dass während einer "Verfolgungsjagd" die Landschaft von A-Z beschrieben wurde. Es war mir ein Tick zu viel, dies hätte man abkürzen können. Ebenso baute sich mir beim Lesen nicht der Nervenkitzel auf, den ich auf Grund des Settings mir gewünscht und erwartet hatte. Vielleicht lag es an meinen zu hohen Erwartungen, ich weiß es nicht. 

Meiner Meinung nach, hätte die Geschichte noch einen höheren Touch Psycho sowie mehr Tempo vertragen können. So wollte bei mir einfach kein richtiger Lesefluss aufkommen.

Auch die Charaktere blieben für mich relativ nüchtern und teilweise (Gemma Piper) fast schon unnahbar. 



Obwohl Paul Finch einige gute Ideen hinsichtlich der Morde hatte, konnte mich das Buch nicht vollens überzeugen. Blasse Charaktere mit wenig Tiefe oder kalt wie ein Fisch (Gemma).

Aber es gab auch etwas positives, so ist es ja nicht, denn das Ende und die Auflösung fand ich gelungen. Ich wusste trotz all den oben erwähnten Punkten bis zum Schluss nicht, wer der Killer war. 

Einige von euch werden mich vielleicht steinigen ;), denn ich weiß, dass viele den Schreibstil und die Bücher von Paul Finch mögen, aber er und ich, das wird wohl nichts werden - leider.

So vergebe ich gut gemeinte 3 Nosinggläser.


Kommentare:

  1. Hey Uwe,

    aussagekräftige klasse Rezi. Ich bin ebenso nicht besonders vom Lesehocker geplumbst, viele waren extrem begeistert von Schattenschläfer, ich fand es doch recht unaufgeregt. Dennoch der Schreibstil ist schon gut.

    Dank deiner Rezi habe ich deinen Blog entdeckt und mich hier recht wohl gefühlt. Gern bleibe ich als Leserin und würde mich sehr freuen, wenn wir uns einmal auf meinem Blog träfen.

    Viele Grüße

    Nisnis

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    1. Hallo Nisnis,

      danke für deinen lieben Kommentar und es freut mich dass du Leserin meines Blogs geworden bist. Gerne schaue ich auch mal bei dir vorbei :)

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  2. Ich fand den Roman super! Spannend von Anfang bis Ende. Meine Rezi dazu kommt noch diese Woche! :)
    Aber mit den langatmigen Beschreibungen der Landschaft gebe ich Dir Recht! Hat mich allerdings nicht ganz so doll gestört. Ist einfach Geschmackssache!

    Liebe Grüße an Dich!
    - Peter
    http://www.petersbuecherkiste.blogspot.de/

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    1. Hallo Peter,

      so unterschiedlich kann die Wahrnehmung eines Buches sein. Ich verspürte beim Lesen keine/kaum Spannung. Auch die langatmigen Beschreibungen taten, wie erwähnt, ihr übriges.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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