Freitag, 13. April 2018

Rezension - Die Krone der Sterne. Hexenmacht von Kai Meyer

Titel: Die Krone der Sterne (2). Hexenmacht
Autor: Kai Meyer
Illustriert von: Jens Maria Weber
Verlag: Fischer Tor
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 477
ISBN: 978-3-596-70174-2
Preis: 14,99 €

Quelle des Covers: Fischer Tor Verlag



Iniza und Glanis sind dem Orden der Hexen nur mit knapper Not entkommen und konnten sich gemeinsam mit ihrer Tochter sowie Shara, Kranit und der Muse in ihrem Schiff, der Nachtmahr, auf den Planeten Noa retten. Dort leben sie mitten unter den Piraten, doch wirklich sicher können sie sich nicht sein. Denn Verrat und Entführung, Hinterhalte und Meuchelmörder sind allgegenwärtig. Kein wirklich schöner Ort, um ein Kind groß zu ziehen.

Währenddessen treiben die Hexen in ihrer Verblendung ihre Anbetung an das schwarze Loch von Kamastraka unverdrossen fort. Nichtsahnend, was für ein Unheil sie damit heraufbeschwören. Auf ihrer Suche nach einem Zugang zum Pilgerkorridor haben sie bereits ihre Heimatwelt Empedeum völlig zerstört und an ein Leben auf diesem Planeten ist nicht mehr zu denken. Und trotzdem setzt die oberste Hexe Setembra mit ihrer Raumkathedrale alles daran, diesen Zugang zu finden, egal wohin dieser führt oder was sich darin aufhält.

Bei einer Mission der Alleshändlerin Shara, dem letzten Waffenmeister von Amun Kranit und einer Gruppe von Piraten, kommt es an Bord des Schiffes zu einem Kampf auf Leben und Tod. Als das Raumschiff schließlich aus dem Hyperraum fällt, landen sie direkt in den Armen von Virikaan-Jägern, die auf der Suche nach Kranit sind - eine Falle.

Als dem Prediger der STILLE Hadrath Talantis die Flucht aus dem Gefängnis der Piraten gelingt, nimmt dieser die Tochter von Iniza und Glanis als Geisel und flieht durch ein Sprungtor mit unbekanntem Ziel. Zwar ist Glanis ihm dicht auf den Fersen, doch Iniza gelingt es nicht mehr, ebenfalls die Verfolgung aufzunehmen. Völlig verzweifelt und in Angst um ihre Tochter Tany bleibt ihr keine andere Wahl, als gemeinsam mit der Muse einen Weg zu finden, ihre Tochter zu befreien und das Schicksal des Universums zu verändern.


Bereits mit dem ersten Band Die Krone der Sterne konnte mich Kai Meyer mehr als begeistern. Ich bin/war fasziniert von diesem genialen und bombastischen Weltenentwurf und auch das Ende von Band 1 ließ mich mit voller Vorfreude dem zweiten Band entgegenfiebern.

So nahm ich mit großer Freude und auch ebenso großen Erwartungen das Lesen von Die Krone der Sterne. Hexenmacht auf. Da im ersten Teil so viel passiert war, was ich mir nicht im Einzelnen merken konnte, hatte ich die Befürchtung, nicht mehr alles im Gedächtnis zu haben. Doch meine Sorge war unbegründet, da der Autor hier eine gute Zusammenfassung der Geschehnisse voran gestellt hat. So hatte ich die Zusammenhänge schnell wieder griffbereit und stürzte mich ins Abenteuer.

Nach der Flucht der Freunde Shara, Kranit, Iniza, Glanis und der Muse vor der obersten Hexe Setembra und dem Hexenorden, ist mittlerweile ein Jahr vergangen. Iniza und Glanis leben mit ihrer gemeinsamen Tochter Tany mitten unter den Piraten und versuchen sie gut behütet aufzuziehen. Was alles andere als leicht ist, unter Mördern und Dieben. Auch Shara und Kranit haben sich eingelebt und unterstützen die Piraten auf ihren Missionen. 

Die Geschichte ist in drei Handlungsstränge aufgeteilt. So verfolgt der LeserIn den Kampf von Shara und Kranit gegen die Piraten und den Hexenorden, die Flucht von Hadrath, dem Priester der STILLE, und die Verfolgung durch Glanis sowie den verzweifelten Kampf von Iniza und der Muse auf dem Planeten Noa, um das Schicksal des Universums zu verändern.

Die Story ist geprägt von Gewalt, Intrigen und Verrat, Verlust und Liebe, die der Autor hier mit einer immerwährenden Spannung vorantreibt. Fast atemlos und gebannt verfolgte ich die einzelnen Handlungsstränge. Fieberte mit Shara und Kranit während ihrer Auseinandersetzung mit den Piraten und Hexen, fühlte mit Iniza und Glanis, ob ihrer großen Sorge um ihre Tochter Tany und spürte den Hass, die Verbohrtheit und den Zorn auf Hadrath und dessen Verbündeten dem Haus Caudor.

Dabei kann sich der Leser zu keinem Zeitpunkt sicher sein, was als nächstes passiert. Sehr geschickt und für mich an den absolut passenden Stellen, baute Kai Meyer hier Wendungen ein, mit denen ich nicht gerechnet habe. Ich klebte regelrecht an den Seiten und musste einfach wissen, ob es den Freunden gelingen würde, diese schier ausweglosen Situationen zu meistern. Und trotz dieser großen Action und Gewalt, schafft es der Autor, den Charakteren eine gewisse Tiefe zu geben. 

Iniza ist zu einer reifen und kampferprobten Frau heran gewachsen, die für Tany und Glanis alles tun würde. Ich bewundere ihren Mut und auch ihre Unerschrockenheit sich immer wieder an die Front zu stellen. Auch Glanis hat eine Entwicklung genommen, die ich ihm nicht zugetraut hätte. Zu Beginn mochte ich ihn nicht wirklich, doch mit vorschreiten der Geschichte, sah ich ihn in einem anderen Licht. 

Nach wie vor mein Favorit ist Kranit, der letzte Waffenmeister von Amun. Er ist geheimnisvoll und irgendwie umgibt ihn ein Vertrauen in seine Fähigkeiten, dass man glaubt, mit ihm jede Schlacht erfolgreich gestalten zu können. Ich war neugierig, was hinter diesem Mann steckt und war mehr als einmal überrascht, von dem, was ich erfahren habe. Kratzbürstig und jeder Zeit Schussbereit ist dagegen die Alleshändlerin Shara Bitterstern. Die Dialoge zwischen ihr und Kranit sind einfach genial und zeugen von gegenseitigem Respekt voreinander. Über Shara hat der LeserIn bereits im ersten Band einiges erfahren, aber längst noch nicht alles. Ihr Schicksal hat mich richtig bewegt und ich konnte ihre Beweggründe absolut nachvollziehen.

Wo hingegen ich Hadrath nach wie vor nicht leiden kann. Er ist hier der sprichwörtliche Antagonist. Und trotzdem muss ich ihn für seine Hartnäckigkeit und absoluten Glauben an die STILLE bewundern. 

Das Ende hat einen so gemeinen Cliffhanger, dass ich am liebsten sofort zum nächsten Band gegriffen hätte.


Auch mit dem zweiten Teil seiner Science-Fiction Opera von Die Krone der Sterne. Hexenmacht (Fischer Tor) ist Kai Meyer wieder ein spektakuläres Weltraumabenteuer gelungen. Völlig gefesselt von den vielen Geschehnissen und den überraschenden Wendungen verschlang ich dieses 477 Seiten starke Buch innerhalb von zwei Tagen.

Für dieses intergalaktische Weltraum Epos kann ich nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen und 5 von 5 Nosinggläser vergeben.



Meine Rezension:




Gemäß § 2 Nr. 5 TMG kennzeichne ich diese Rezension als Werbung. In meinem Beitrag befindet sich (zu informativen Zwecken) eine Verlinkung zur Webseite des Verlags, in welchem das Buch erschienen ist. Ihr erhaltet somit auch weitere Informationen zum Buch, zum Autor sowie eventuell auch zu weiteren Romanen.

Kommentare:

  1. Hi Uwe!

    Sehr cool dass es dir auch so gut gefallen hat! Ich fands auch wieder großartig und vor allem das Tempo, das Kai Meyer durchwegs gehalten hat war klasse. Ich freu mich schon sehr auf die Fortsetzung :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hi Alex,

      ich bin mehr als begeistert und was das Tempo der Geschichte betrifft, kann ich dir nur zustimmen :) Das geht mir ganz genauso ;)

      Liebste Grüße,
      Uwe

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  2. Huhu Schnuffi, <3

    du machst mich echt sehr neugierig, sodass ich immer mehr Lust habe, die Bücher zu lesen :). Vor allem das Magische und die Charaktere sprechen mich total an.

    Drück dich, Küsschen,
    Ally

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  3. Hallöchen mein lieber Uwe <3,

    jetzt endlich finde ich die Zeit, deine Beiträge zu lesen: also mach dich bereit, eine Kommentarflut kommt auf dich zu :D

    Zu diesem Buch hatten wir beide uns ja schon unterhalten und ich bin so froh, dass dich auch der 2. Band so überzeugen konnte. Ich finde ja, dass Kai Meyer einfach schreiben kann und was für Ideen der gute Herr einfach mal hat. Von der "Seiten der Welt" -Trilogie war ich ja auch einfach nur begeistert und freue mich schon sehr auf das 2. Prequel (Sequel - ach keine Ahnung was das ist, ich merke mir das nie :D).

    Auch wenn du mich mit deiner Rezi, die nebenbei wieder echt gut geworden ist, echt überzeugt hast, bin ich mir immer noch unsicher, ob mir dieses Genre von Kai Meyer gefallen könnte. Ich behalte die Reihe zumindest mal im Hinterkopf und vielleicht lese ich mir mal eine Leseprobe durch ;) Ja, ich denke das das eine gute Lösung ist ^^

    Fühle dich ganz fest gedrückt :) :*
    Cata

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    1. Hi Cata <3,

      dies ist der letzte Beitrag aus deiner Kommentarflut, welchen ich beantworte :D :D Es freut mich immer wieder, von dir zu lesen :*

      Ja, das stimmt und es ist einfach nur großartig. Ich denke absolut, dass dir das Genre und die Geschichte gefallen würden und vielleicht ist der Versuch mit einer Leseprobe nicht verkehrt. Ich bin sehr neugierig, wie du dich entscheiden wirst.

      Drück dich ebenfalls und ganz liebe Grüße,
      Uwe

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Ich danke dir für deinen Besuch und würde mich über einen Kommentar freuen.


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