Dienstag, 3. November 2015

Rezension - Cry Baby - Scharfe Schnitte von Gillian Flynn


Titel: Cry Baby - Scharfe Schnitte
Autor: Gillian Flynn
Verlag: S. Fischer
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 336
ISBN: 978-3-596-03202-0
Preis:  9,99 €

Quelle des Covers: S. Fischer Verlag






Camille Preakers Körper ist mit Wörtern übersäht, wie z. B. >Babydoll< auf dem Bein, >Böse< in der Nähe der linken Hüfte oder >Girl< über ihrem Herzen und >schädlich< steht an ihrem Handgelenk. Doch all diese Wörter und noch viele mehr sind keine Tätowierungen, sondern in die Haut geritzt! Als sie das letzte Wort >verschwinden< sich eingeritzt hatte, begab sie sich danach in therapeutische Behandlung, um ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Als sie durch ihren Beruf als Journalistin wieder in ihre Heimatstadt Wind Gap, um dort das Verschwinden und den Mord von zwei Teenagern zu recherchieren, platzen die alten Wunden und Erinnerungen wieder in ihr auf. Auf der Suche nach der Wahrheit kommt sie den Dämonen ihrer Kindheit zu Nahe und diese verbreiten nicht nur Angst und Schrecken...


Camille Preaker arbeitet als Journalistin bei der Daily Post in Chicago. Ihr Chef, Frank Curry, ist von ihr überzeugt und schickt sie zwecks Recherchearbeiten für einen Artikel über das Verschwinden und deren Ermordung an zwei Teenagern in Ihr Heimatort Wind Gap. 

Camille hatte eine schwierige Kindheit und ihr Leben nur dank einer Therapie einigermaßen in den Griff bekommen. Als sie den oben genannten Auftrag erhält, widerstrebt sich in ihr alles und am liebsten würde sie diesen gar nicht antreten. Doch ihr Chef hält sie für die beste Wahl.

Kontakt zu Ihrer Familie hat Camille so gut wie keinen. Und jetzt nach knapp 8 Jahren (!) wieder ihre Mutter, ihren Stiefvater sowie ihre Halbschwester Amma wiederzusehen, ist ihr ein kraus. Doch sie fährt. 

Wer steckt hinter den Entführungen und Ermordung? War es ein Landstreicher oder LKW-Fahrer oder gar jemand aus ihrem Heimatort?

Der dortige Sheriff ist mit der Situation völlig überfordert und bekommt daher Unterstützung von einem Ermittler aus Kansas City.

Mehr oder weniger gemeinsam gehen Camille und Richard den Hinweisen und Spuren nach. Schon bald weiß Camille nicht mehr wem sie trauen kann und ehe sie es sich versieht, ist sie in großer Gefahr...


Camille wirkte für mich blass und trotz ihres Alters weiß sie noch immer nicht, worauf es im Leben ankommt. Sie lässt sich immer wieder beeinflussen und handelt völlig gegen ihre Überzeugung. Ich konnte zwar ihr Handeln, auf Grund der Vergangenheit und die Beweggründe verstehen, doch ich wurde einfach nicht warm mit ihr.

Ihre Mutter, Adora, ist seltsam und in meinen Augen nicht von dieser Welt. Für mich gehörte diese Frau sofort in eine Anstalt eingewiesen. Auch ihr konnte ich nicht wirklich viel abgewinnen.

Die Halbtochter, Amma, ist ein kleines Biest und terrorisiert Alle und Jeden. Sie möchte immer im Mittelpunkt stehen. Ein kleiner Giftzwerg, der es faustdick hinter den Ohren hat. Explosiv & manipulativ!! Diese Kombination hat mir gut gefallen, denn sie kann im nächsten Moment das liebste Kind auf der ganzen Welt zu sein. Dieser Charakter ist der Autorin sehr gut gelungen.

Alle weiteren Charaktere blieben mir ebenso blass und nur im Hintergrund.




Dies war das zweite Buch der Autorin Gillian Flynn, welches ich gelesen habe. Bereits Gone Girl konnte mich nicht wirklich überzeugen und Cry Baby ebenfalls nicht. Ich komme einfach nicht mit ihrem Schreibstil klar!


Die Geschichte plätscherte für mich nur so dahin. Kaum Spannung, keinerlei Action, nur viel Alkohol, sehr vieeeel Alkohol. Etwas überspitzt formuliert "ein trockener Alkoholiker kommt allein vom Lesen schon wieder drauf".

Lediglich das Ende und die Auflösung konnten mir zusagen. Da kann ich nur sagen, na dann Prost :D

Fazit: Mit viel Glück und einen guten Ende gebe ich dem Buch 3 Nosinggläser.

Gillian und ich = das wird nix!


Wie ist eure Meinung zu diesem Buch?

Kommentare:

  1. Hallo Uwe,

    naja, zumindest macht es Lust auf Hochprozentiges. ;-) Auf das Buch werde ich verzichten.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hi Nicole,

      da hast du absolut recht und wenn ich bei jedem Mal, wo das Wort Alkohol erwähnt wurde, einen mitgetrunken hätte, wäre ich nach der Hälfte voll oder ein Alkoholiker gewesen :D

      Ich trinke gerne ja mal einen, aber das ging einfach gar nicht!

      Liebe Grüße,
      Uwe

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    2. Vielleicht wäre genau das der Trick gewesen! :-D Dann hätte dir das Buch bestimmt besser gefallen. ;-)

      Liebe Grüße,
      Nicole

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    3. Jo, oder ich wäre vor lauter Alkohol jedes Mal eingeschlafen :D :D :D

      Gillian und ich gehen halt einfach getrennte Wege :P

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    4. Ist wohl auch besser, nicht, dass dich die Frau noch in den Suff treibt! ;-)

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