Dienstag, 27. September 2016

Rezension - Wonderland von Christina Stein


Titel: Wonderland
Autor: Christina Stein
Verlag: S. Fischer
Ausgabe: Klappenbroschur
Seiten: 384
ISBN: 978-3-7335-0289-8
Preis: 12,99 €

Quelle des Covers: S. Fischer Verlage



Die Freunde Nelli, Colin, Amelie, Benjamin und Lizzy reisen gemeinsam durch Thailand. Genießen die Sonne, die Palmen, das Meer und den Strand. Als sie Jacob kennenlernen, lädt dieser die Gruppe in die Luxusvilla seines Onkels ein, um dort an einem Privatstrand zu feiern. Ein perfekter Urlaub könnte man meinen! Die Party ist feuchtfröhlich und während die anderen knutschen, schaut sich Lizzy Jacob etwas genauer an. Jacob macht sie neugierig, denn sie hatte, auf Grund ihres Herzfehlers, noch nie einen Freund oder gar eine Beziehung.

Als die Gruppe am nächsten Morgen erwacht, finden sie sich nicht am Strand, sondern mitten im Dschungel als Gefangene wider. Schnell wächst das Misstrauen der Gruppe gegenüber Jacob. Was hat er zu verbergen? Ist er an dieser Entführung beteiligt, aber warum ist er dann selbst ein Gefangener?

Ihre Entführer fordern ein Opfer aus ihrer Gruppe auszuwählen, welches getötet werden soll. Überwacht, erniedrigt, gedemütigt und verletzt muss die Gruppe in einer Art Container übernachten. Wer sind die Entführer? Was geht hier vor sich? Ist dies nur ein Spiel oder tödlicher Ernst?


Bei der Vorstellung im März auf der Leipziger Buchmesse sowie anhand des Klappentextes hatte ich mir viel von dem Buch versprochen, doch ich wurde leider enttäuscht. Denn ich freute mich auf Spannung, Nervenkitzel, Machtkämpfe unter den Gefangenen, Hintergründe zu den Tätern und deren Spiel, doch dieses erfüllte sich nur zum Teil.

Ich kam nur sehr schwer in die Geschichte hinein. Gründe hierfür waren zum einen der Erzählstil der Autorin sowie die Tatsache, dass ich nicht immer wusste, aus welcher Sicht unserer beiden Protagonisten (Lizzy oder Jacob) gerade erzählt wurde. Ebenso waren mir die vielen verworrenen Gedankengänge nicht logisch und teils zu langatmig. So plätscherte das Ganze vor sich hin und wenn doch mal etwas Spannung aufkam, wurde diese gleich wieder gebremst. 


"Willkommen bei unserem Opferspiel! Ihr alle seid etwas Besonderes: jung, gesund, gutaussehend. Wir wollen herausfinden, wer von euch am stärksten ist. Ab sofort muss jeden zweiten Tag einer von euch geopfert werden."
Seite: 26-27 eBook


Auch zu den Charakteren konnte ich keinen richtigen Bezug aufbauen und sie blieben für mich relativ blass. Die Auflösung hinter dem Ganzen und das Ende konnten mich zwar zufrieden stellen, aber leider kann ich das Buch nur bedingt empfehlen. 

Ich verlinke euch am Ende der Rezension ein paar andere Meinungen zu diesem Buch, da es durchaus auch positive Stimmen dazu gibt. Auch gebe ich zu bedenken, dass dies nur mein persönliches Leseempfinden widerspiegelt und sich jede/jeder selbst ein Urteil über das Buch machen sollte.



"Wonderland" von Christina Stein zerrte sehr an meinen Lesenerven, denn ich war mehrfach am überlegen, ob ich das Buch abbrechen sollte.

Der Schreibstil, die blassen Charaktere, die kaum vorhandene Spannung (mit Ausnahme das Ende) machten es mir schwer und ließen mich enttäuscht zurück. Daher kann ich diesem Buch nur 2 von 5 Nosinggläser geben.


Ich bedanke mich beim S. Fischer Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Andere Meinungen zum Buch:



Kommentare:

  1. Hey Lieblings-Uwe, <3

    ich bin wirklich froh, dass ich mir das Buch nicht geholt habe, obwohl der Klappentext nicht schlecht klingt!
    Schade das das mal ein Griff ins Klo für dich war :-(

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hi Lieblings-Sandra <3,

      vielleicht würde es dir gefallen, denn es gibt eigentlich überwiegend positive Stimmen.

      Und so könnte man es bezeichnen ;)

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  2. Hey Schnuffi <3

    ich wusste ja schon, dass dir die Geschichte nicht so gut gefallen hat. Und dann ist es auch richtig, das zu schreiben und gut zu begründen wie du das jetzt gemacht hast.

    Der Inhalt klingt so gut und spannend, echt schade, dass die Umsetzung dem nicht gerecht wurde. Ich bin auf jeden Fall auch froh, das ich das Buch nicht lesen "muss".

    Drück dich, Küsschen,
    Ally

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  3. Hi Prinzessin<3,

    ja das wusstest du und danke für deine Meinung. Auch wenn es mir nicht so gut gefallen hat, hat es eine ordentliche Rezension - ohne Verriss - verdient.

    Ich fand es auch sehr schade, denn die Story klingt eigentlich klasse. Aber für mich hat es einfach nicht gefunkt.

    Drück dich, Küsschen
    Uwe

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  4. Guten Morgen, Uwe!

    Die Perspektivenwechsel haben mich gar nicht so gestört, aber das Spiel - obwohl es manchmal doch brutal war - hätte etwas mehr Pep vertragen. Bei den Charakteren muss ich dir zustimmen, die waren allesamt nicht überragend und bis auf Jacob und Lizzy ist mir niemand im Gedächtnis geblieben.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      normalerweise mag ich solche Perspektivwechsel ja auch. Mich störte daran viel mehr, das ich meistens nicht wusste wer gerade erzählt. Was das "Spiel" betrifft, stimme ich dir zu :)

      Von den Charakteren blieb mir auch keiner wirklich im Gedächtnis. Schade.

      Liebe Grüße,
      Uwe

      PS: Deine Rezi werde ich mir später noch durchlesen.

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  5. Ich "brauche" mal wieder deine Rezension, da ich genauso wie du das Buch mehr schlecht als gut fand und nur wenige finden kann, die nicht 4 oder 5 Sterne gegeben haben! Gruß Verena

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    1. Hi Verena,

      das darfst du gerne tun :) und so langsam bin ich froh, das nicht nur ich ein "kleines Problem" mit dem Buch habe ;)

      Liebe Grüße,
      Uwe

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