Montag, 28. Dezember 2015

Rezension - Die Blutschule von Max Rhode


Titel: Die Blutschule
Autor: Max Rhode
Verlag: Bastei Lübbe
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 272
ISBN: 978-3-404-17267-2
Preis:  12,99 €







Die Brüder Simon und Mark müssen mit Ihren Eltern aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs ziehen. Dieser Umzug in die Heimat seines Vaters soll für Vitus und seine Familie ein Neuanfang sein, nachdem er in Berlin beruflich auf keinen grünen Zweig mehr kommt. Natürlich haben die beiden Kinder so gar keine Lust auf diesen Umzug. Und schon bald müssen sie erkennen, dass es für sie keine Sommerferien geben wird, denn sie müssen auf eine besondere Schule. Der Lehrer, ihr Vater, der Stundenplan besteht aus Verfolgung, Folter und Mord! Wird es ein Entkommen aus dieser Hölle geben?


Vorweg muss ich sagen, dass ich den Schreibstil und den Autor Sebastian Fitzek liebe. Ich bin jedes Mal aufs Neue begeistert von seinen Büchern. Ebenso mag ich seine Ideen bezüglich der Präsentation. Als durchsickerte, dass Max Rhode aka Sebastian Fitzek ist und dieser Max Rhode etwas brutaler und blutiger schreiben soll, war meine Aufmerksamkeit geweckt, was natürlich bei mir auch eine gewisse Erwartungshaltung schürte. Also besorgte ich mir das Buch am letzten Tag auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse.

Die Geschichte wird uns aus der Sicht von Simon erzählt. Simon befindet sich in einer psychiatrischen Anstalt und soll für seinen behandelnden Arzt eine Art Aufzeichnung/Aufarbeitung des Erlebten nieder schreiben.

Wir erfahren, dass er und sein Bruder Mark mit seinen Eltern widerwillig aus der Großstadt Berlin in die Einöde von Brandenburg ziehen musste. Grund hierfür war der geschäftliche Untergang der Firma des Vaters. In dieser Einöde hat der Vater Vitus sein Elternhaus mehr schlecht als recht auf Vordermann gebracht, damit die Familie dort zukünftig leben kann. Natürlich sind die beiden Brüder nicht sehr begeistert, doch die Sommerferien haben begonnen und in der Nähe befindet sich ein Baggersee und so schmieden die beiden auch schon Pläne. Doch es soll alles anders kommen, als die beiden Brüder sich in ihren kühnsten Träumen ausmalen können.

Nachdem die Familie sich einigermaßen eingelebt hat, schlägt Vitus den beiden Jungs ein Campingwochenende unter Männern vor. Auch wenn die beiden keine große Lust haben, tun sie ihrem Vater den Gefallen und begleiten ihn auf eine mitten auf dem See abgelegene bewaldete Insel. Noch ahnen die beiden nicht, was ihnen bevor steht. Kaum dort angekommen, wirkt ihr Vater völlig anders und verhält sich ihnen gegenüber sehr böse und abweisend. Schnell müssen die beiden erkennen, dass diese Hütte kein normaler Ort, sondern eine "besondere Schule" ist. Denn auf dem Stundenplan stehen Verfolgung, Folter und Mord! Der Lehrer ist niemand geringerer als ihr eigener Vater.

Spätestens ab hier dachte ich, so jetzt wird es blutig und brutal und der Autor lässt es so richtig krachen, doch weit gefehlt - leider. Bis auf ein oder zwei Stellen, fand ich dieses leider nicht viel anders als bei seinen sonstigen Büchern. Vielleicht lag es an meinen großen Erwartungen? Ich weiß es nicht. 




Die Charaktere fand ich wie immer gut ausgearbeitet und auch den Grund für das Verhalten des Vaters, was ein klein bisschen mystisch angehaucht ist, konnte mir gefallen, doch insgesamt war das nichts Besonderes.

Der Schreibstil ist wie immer toll, mit der für mich gewohnten Sogwirkung, die die Seiten nur so dahin fliegen lassen. Ebenso kann die Geschichte mit einer soliden Grundspannung aufwarten, doch mir haben beim Lesen irgendwie die Horrorelemente bzw. das gewisse Mehr an Brutalität gefehlt.

Auch die psychische Ebene wurde für mich dieses Mal nur oberflächlich angekratzt. Alles in Allem bleibt "Die Blutschule" für mich ein solider Thriller, dem ich normalerweise 3 Nosinggläser gegeben hätte. 

Wäre da nicht dieses Ende gewesen, was mich dazu bewogen hat, dann doch insgesamt 4 Nosinggläser zu vergeben. Ich bin gespannt, wie mir sein aktuelles Buch "Das Joshua Profil" gefallen wird.



Wie ist eure Meinung zu diesem Buch?

Kommentare:

  1. Hey Uwe :D

    Das wurde aber auch mal Zeit ^^ Eine sehr ausführliche Rezension zu dem recht kurzen Buch (ich persönlich hätte ihm ja noch gute 50 Seiten "Horror" gegönnt..). Grundsätzlich stimme ich mit dir überein, es hätte gerne noch etwas derber sein dürfen, aber das Ende (wie bei Fitzek üblich ^^) hat mich dann wieder versöhnt :)
    Das "Joshua-Profil" fehlt mir auch noch, ich überlege aber zu warten bis das TB raus kommt oder das E-Book ein wenige erschwinglicher ist ^^

    Liebe Grüße
    Eva

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    1. Hi Eva,

      ein wenn ich deine Geduld etwas strapaziert habe, freut es mich, dass wir im großen und ganzen einer Meinung sind. Von mir aus hätte die Geschichte ein wenig mehr Horror haben dürfen.

      "Das Joshua-Profil" habe ich gestern begonnen und bin bei der Hälfte und bisher ist gut, aber nicht herausragend ... Bisher weiß ich noch nicht, auf was der gute Hr. Fitzek hinaus möchte. Mal schauen wie die zweite Hälfte des Buches wird. Von daher ist es nicht verkehrt, noch etwas zu warten.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  2. Hallo Uwe,

    also, Fitzek gehört eher nicht zum meinen bevorzugten Autoren, aber auf dieses buchige Experiment bin ich doch sehr neugierig und ich werde das Buch bei Gelegenheit lesen. Ich bin gespannt, vor allem, deine Andeutung vom Ende macht mich neugierig.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      wage das "buchige Experiment", denn ich bin auf deine Meinung gespannt und ja, das Ende ist absolut Fitzek :D

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  3. Hey Uwe ;)

    Oh deine Rezi is ja auch noch ganz frisch. Und so schön ausführlich. Toll geschrieben. Horror hab ich auch nicht gefunden, was mir die Story aber nicht madig gemacht hat. Ich wurde sehr gut unterhalten und hab durch die Blutschule richtig Lust auf das Joshua Profil bekommen :) Fitzek weiß schon, wie er seine Bücher gut vermarktet :D

    Herzliche Grüße aus der Tardis :)

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    1. Hi Sasija,

      jap und da ist noch nicht mal die Tinte ganz trocken ;) Es freut mich, dass dir meine Rezi gefallen hat.

      Oh ja, Fitzek weiß wie man schreibt.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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